WahWahWah

31. Juli 2010

Schon länger suche ich nach einer Möglichkeit meinen geschundenen Rücken ein wenig auf Vordermann zu bringen. Faul wie ich nun einmal von Gott (oder wem auch immer ich die Schuld in die Schuhe schieben kann) in die Welt hineingeworfen wurde, sollte das mit dem Auf-Vordermann-Bringen mit nicht all zu viel Aufwand verbunden sein.
Bei Aldi (Nord) habe ich vorhin einen Schwingstock (Swingstick, Flexi-Bar®) für €12,99 entdeckt und gleich mal mitgenommen. Normalerweise werden diese Schwingstöcke für das drei- bis vierfache gehandelt, von daher denke ich das es einen Versuch wert ist.

Die ersten Übungen wurden aus reiner Neugierde dann auch gleich mal durchgeführt. “Eigentlich kann es ja nicht so schwer sein, wiegt ja nix dat Ding” dachte ich mir noch bevor ich anfing. Quasi so eine Art Mädchen-Sportgerät wie Stepper oder Springseil. Aber man sollte es nicht unterschätzen was so ein wackelnder Stab an Kräfte benötigt um ihn festzuhalten. Den Trainingseffekt für den Rücken muss ich noch heraus finden, bis jetzt tun mir lediglich die Arme weh. Also noch ein paar vernünftige Übungen besorgen und dann ab in den Kampf gegen krummen Rücken, schlappen Hintern und zu viele Pfunde auf den Hüften.

Ralf 0

Sicher ist sicher

27. Juli 2010

Man soll sich ja immer aus verschiedenen Quellen informieren…


Direktlink

(via)

Ralf 2

Großraum Herne

24. Juli 2010

Beim Lesen so manch einer Stellenanzeige wird es mir Angst und Bange was der Arbeitgeber mit den Arbeitnehmern vor hat.
Es ist mit Sicherheit kein großes Kunststück im Großraum Herne eine geeignete Kneipe zu finden in der man mal versacken kann. Ich bezweifele jedoch das es für eine Tour in den Großraum Herne zum einen mehrere Tage und zum anderen auch noch gleich zwei Fahrer benötigt. Vor allem dann, wenn die Tour in Herne startet und endet.

Ralf 1

Still-Leben??

19. Juli 2010

Halb vier Montag morgens neben der A40. Der letzte Polizeihubschrauber fliegt in ca. 50 Metern Höhe gaaaaanz langsam über die Häuser und kontrolliert ob auch alle wach werden. 24 Stunden Still-Leben sind vorbei und ich bin heilfroh darüber.

Ich wohne jetzt seit gut 30 Jahren in unmittelbarer Nähe der A40. Bis vor etwas mehr als 2 Jahren wohnte ich sogar noch genau neben der A40. Lediglich rund 10 Meter Abstand trennten Lärmschutzwand und meinem Schlafzimmerfenster. Erfahrungsgemäß weiss ich das viele eine etwas merkwürdige Vorstellung vom Leben neben der Autobahn haben. Laut. Schmutzig. Gefährlich. Alles mögliche habe ich schon an Vorurteilen gehört.
Ich hatte jedoch nie Probleme mit dem Lärm. Nachts, wenn ich für gewöhnlich schlafe (oder vor dem PC sitze), ist recht wenig Verkehr auf der Autobahn. Lediglich ein paar Motorradfahrer sorgen im Sommer mit ihren Sportauspuffen für eine hässliche Soundkulisse. Vor allem der Tunnel reizt die Vollidioten ihre Motoren bis zum Drehzahlbegrenzer aufzudrehen. Da hat dann halb Essen was von dem “Sound”. Ich würde in diesen Moment am liebsten ein Drahtseil in ca. 60cm Höhe quer über die A40 spannen. Aber ansonsten ist nachts doch eher ruhig.
Tagsüber ist es eigentlich auch relativ ruhig. Die A40 ist zwar stark befahren, dies führt in der Regel jedoch auch zu relativ viel Still-Stand. Laut wird es dann nur, wenn LKW-Fahrer meinen mit 5 Minuten Dauerhupen den Stau auflösen zu können. Aber das ist ja auch nichts was einen Dauerzustand darstellt.

Mit der Zeit gewöhnt man sich natürlich an die Geräuschkulisse die einem umgibt. Es ist also gar nicht einmal die Lautstärke, sondern das spezielle Spektrum. Als ich mal eine Nacht am Meer verbrachte, bekam ich einfach kein Auge zu. Zu laut für meinen Geschmack. Und nachdem ich vor 2 Jahren umgezogen bin, hatte ich ebenfalls Probleme mit dem Schlafen. Zu leise für mich.
Auch glaube ich nicht das es hier in Sachen Gestank oder Dreck schlimmer zugeht als an einem Ackerrand. Wenn der Bauer im Frühjahr tonnenweise Gülle ausbringt und in den folgenden Monaten regelmäßig massenweise Insektizide, Herbizide, Pestizide und andere Roundup-Lösungen versprüht, sollte man sich nicht so sicher sein das es am Busen der Natur besser wäre als 10 Meter neben der A40.

Man sollte also meinen ich wäre so einiges gewöhnt. Als ich am Sonntag Morgen gegen halb vier vor Schreck fast von der Couch gefallen bin weil ein Hubschrauber die Dachziegel vibrieren lies, lag das demnach nicht daran das ich zu sensibel für diese Welt bin. So ein Hubschrauber im Tiefflug macht einen Höllenlärm. Ähnlich wie ein Motorradfahrer mit Sportauspuff hört man ihn nämlich nicht erst wenn er direkt über einem steht, sondern lange bevor er da ist und auch noch lange nachdem er weg ist.
Nun gut. Ein Hubschrauber in den frühen Morgenstunden alle Jubeljahre ist vertretbar. Jedoch war ich an diesen Sonntag im festen Glauben in einem Kriegsgebiet zu wohnen. Ohne zu übertreiben, hier flog irgendwann ab Mittag ca. alle 30 Minuten irgend ein Hubschrauber oder Sportflugzeug rum. Ist ja auch klar wenn jeder Fernsehsender und jedes Provionzkäseblatt seine eigenen Fotoreporter in die Luft schicken muss. Man hätte sich ja alle zusammen in einen Helikopter setzen können. Neben enormen Einsparungen an Lärm und Kraftstoff (Umwelt!!!einself), hätte es auch noch ein paar Kosten eingespart. Aber wozu der Geiz? Wir sind Kulturhauptstadt. Da muss man auch mal die dicke Hose anziehen.
Logischer Weise wollte die Polizei der Presse in nichts nachstehen und drehte ebenfalls fleißig ihre Runden. Haben die von der Polizei eigentlich noch nichts von fliegenden Drohnen gehört? So eine Drohne ist wesentlich günstiger in Anschaffung und Unterhalt. Anstatt einem blöden Hubschrauber könnte man genauso gut 10 Drohnen anschaffen. Falls das doch zu teuer sein sollte, die Bundeswehr könnte zur Not bestimmt mit der einen oder anderen Drohne aushelfen, wenn sie denn dürfte.

Nun hat die Kraft (angeblich Eigentum der SPD) auch noch rumposaunt das sie diesen Scheiß von angeblichen Still-Leben wiederholen will. Na danke aber auch. Diesmal bitte ohne Hubschrauber und Presse, ja?
Überhaupt Kulturhauptstadt. Watn Scheiß. Ich meine, denkt da auch mal jemand an die Anwohner? Es sind ja nicht nur die geklauten Parkplätze, irgendwelche Ethno-Gruppen die stundenlang trommelnd durch die Straßen ziehen oder sinnlose Feuerwerke die einem den Schlaf rauben. Es ist das Gesamtpaket was nervt. Warum macht man diesen Kulturterror nicht genauso wie beim Burning Man Festival. Ab in die Wüste und gut ist. Da könnt ihr so viel Krach machen wie ihr wollt, stundenlang mit dem Hubschrauber im Kreis fliegen und müsst den Leuten nicht auch noch die Parkplätze klauen. Gut, ich muss zugeben das es selbst im größeren Umkreis keine entsprechende Salzwüste gibt die man dazu nutzen könnte. Aber der nächste Tagebau ist gar nicht so weit weg. Sollten die vom RWE rumzicken, dann geht einfach nach Berlin ins Regierungsviertel. Das ist zumindest eine Wüste von Hirnlosen, da beschwert sich auch keiner wenn ihr da rumtobt.

Fußball-WM (mit Vuvuzela) und Kulturhauptstadt, dass ist einfach zu viel für meine Nerven. Veranstaltet bitte beides das nächste mal ganz weit weg von hier, denn ich brauche meinen Schlaf. Gute Nacht, ich geh jetzt arbeiten.

Ralf 3

Start/Stop*

17. Juli 2010

Wurden Start/Stopp-Systeme bislang vorwiegend in handgeschalteten Fahrzeugen eingesetzt, will Bosch das jetzt ändern. Gemeinsam mit den Automobilherstellern hat der Zulieferer die Start/Stopp-Technik so weit angepasst, dass sie auch in Fahrzeugen mit Automatikgetrieben zum Einsatz kommen kann [...]
Quelle: autoreporter.net

Wenn Bosch das jetzt erst ändern will, dann frage ich mich womit ich seit gut 2 Jahren unterwegs bin. Denn Smart hat die Start/Stopp-Funktion im Fourtwo seit dem Modellwechsel 2007 in Form des Smart MHD auf dem Markt. Dabei ist anzumerken das der Fortwo seit seiner Markteinführung 1998 ausschließlich mit einem (halb) automatischen Getriebe gebaut wird.
Momente in denen man sich fragt wer sich traut solches sinnloses Werbegetöse von sich zu geben. Zumindest bei den Verbrauchswerten trommeln die Boschler etwas leiser.

Untersuchungen von Bosch haben ergeben, dass Start/Stopp-Systeme den Kraftstoffverbrauch im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) um bis zu fünf Prozent senken, im NEFZ-Stadtabschnitt sogar um bis zu acht Prozent.

Smart gibt für seine MHD-Modelle eine drei- bis vierfach höhere Kraftstoffeinsparung an “Im Stadtverkehr sinkt der Verbrauch, je nach Verkehrssituation, um ca. 20 %” (ebenfalls nach NEFZ ermittelt).
Dieses Werbegetöse von Smart hatte schon in der Vergangenheit für Aufregung gesorgt. Mitunter war von Betrug am Kunden die Rede. Denn ein Vergleich der alten Baureihe (Typ 450) mit den MHD-Modellen der neuen Baureihe (Typ 451) zeigt, dass die alten Modelle, trotz höherer Motorleistung, sparsamer unterwegs sind. Bei 3-9 kW mehr Motorleistung sind diese Fahrzeuge im Schnitt 0,12 L/100km sparsamer als die neuen Modelle.
Dies hört sich nun nicht umwerfend viel an, jedoch hatte Smart zur Ermittelung der Kraftstoffeinsparung durch die MHD-Technik ein neues Modell ohne MHD mit einem mit MHD verglichen. Unter Berücksichtigung der höheren Motorleistung und der fehlenden Start/Stopp-Technik, sind die alten Modelle um einiges sparsamer unterwegs als die neuen, angeblich so sparsamen, Modelle.

Das die Werksangaben zum Verbrauch nichts weiter als Tinnef sind, daran hat man sich als Autofahrer bereits gewöhnt. Mit meinen 6,77 l/100km** bin ich weit entfernt von den vom Werk angegebenen 4,3 l/100km. An der Fahrstrecke kann es nicht liegen. Ich fahre täglich rund 16km zur Arbeit und zurück, die sich recht gleichmäßig auf Stadt-Land-Fluss Stadtverkehr, Autobahn und Landstraße aufteilen. Eigentlich ist es kein Kunststück den Verbrauch auf deutlich unter 6 l/100km zu drücken, jedoch ist es mühsam. Anstatt im Automatikmodus muss man im Handschaltbetrieb fahren. Anstatt im Verkehr mitzuschwimmen muss man nur den Mut aufbringen und das rollende Hindernis sein.
So wird deutlich das gerade beim Punkt Automatikmodus/Manuelle Schaltung größtes Einsparpotenzial steckt. Ich kann so mitunter rund 1 l/100km einsparen, was eine Kraftstoffersparnis von rund 14% bedeutet. Durch eine andere Fahrweise sind noch einmal 0,5 l/100km drin, was die Kraftstoffersparnis auf rund 22% erhöht.
Die Start/Stopp-Funktion bringt mir übrigens relativ wenig. 2/3 meiner täglichen Strecke fahre ich auf Autobahn und Landstraße, also ohne jeglichen Stopp. Und selbst das restliche Drittel im Stadtverkehr geht, mit etwas Glück, relativ Stoppfrei von statten.

22% Kraftstoffersparnis ohne technischen Schnickschnack wie Start/Stopp und ähnlichem. Mag sein das eine Start/Stopp-Funktion für jemanden sinnvoll ist der ausschließlich im Stadtverkehr unterwegs ist. Für einen durchschnittlichen Autofahrer der überwiegend zu jeweils einem Drittel Stadtverkehr, Autobahn und Landstraße fährt, bringt sie kaum etwas. Viel wichtiger wäre es die Software der Automatikgetriebe weiter zu optimieren.
Da immer mehr Fahrzeuge mit einem eingebauten Navigationsgerät unterwegs sind, wäre es z.B. denkbar GPS-Daten vom Navigationsgerät an die Motor- und Getriebesteuerung zu übertragen. Somit würde man der Fahrzeugelektronik etwas mehr Intelligenz einhauchen, denn sie wüsste ob man sich im Stadtverkehr befindet oder auf der Autobahn und könnte die Motor- und Getriebesteuerung besser an die Verkehrssituation anpassen. Meiner Ansicht nach kein größeres Entwickelungsproblem, der Aufwand für solch eine Technik dürfte sich in Grenzen halten. Die Autozulieferer springen aber offensichtlich lieber auf abgefahrene Züge auf und preisen Techniken als Durchbruch an, die sich längst als nur bedingt tauglich erwiesen haben.


* Wer sich fragt warum ich Stopp in der Überschrift mit nur einem P geschrieben habe, der möge sich mal das Verkehrszeichen 206 anschauen. Ist so eine Gewohnheitssache.
** Der hohe Verbrauch ist auch dem Umstand geschuldet das ich ein Cabrio fahre. Und dies fahre ich relativ viel offen, was dem Verbrauch nicht wirklich zuträglich ist.

Ralf 0