Und der siebte Zwerg… (I)
25. März 2006… wusste es dann ganz genau.
Martina Kausch hat mir zwischenzeitlich das Wort aus dem Mund genommen: Den Udo sein Tipp, den haben sie alle verlinkt und darauf hingewiesen. Nur gelesen, haben sie ihn anscheinend nicht. Vielleicht haben sie die Worte auch einfach nur wieder vergessen. Ist ja alles so schnelllebig in der heutigen Zeit.
Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern…
Andererseits muss man machmal wohl besser mit den Wölfen heulen anstatt dem Leitwolf ans Bein zu pinkeln. Selbst dann, wenn die “Gegner” ja eigentlich relativ Fair waren und nur verwarnten anstatt gleich zuzubeißen.
Egal.


Hi. Ich wollte nur fix mal den leider nicht mehr vorhandenen Teil deines Artikels beantworten, in dem Du die Befürchtung ausgesprochen hattest, daß schnell hochkochende Themen zum einen unhinterfragt in die Welt geblasen werden (ich glaube, Du sprachst hier vor allem Spreeblick und Felix an) und sich zum anderen andere Blogger dann dranhängen, um “dabei” zu sein.
Zum “nicht nachfragen” und den Gefahren, einer Kampagne aufzusitzen war Dein Beispiel die Veröffentlichung des JRvM-Rundbriefes in meinem Blog, den ich ja genausogut gefaked haben könnte und Johnny und Felix bzw die Blogger, die das dann weiterschreiben somit um des Effekts wegen eine Rufmordkampagne ins Rollen gebracht hätten, nur weil sie nicht nachgeprüft hätten, ob die Mail echt war oder nicht.
Dazu möchte ich Dir sagen: Hättest Du mich gefragt, ob denn z.B. seitens Spreeblick und anderen Anfragen über die Authenzität erfolgt sind, hätte ich Dir sagen können: Ja, alle haben nachgefragt, bevor sie gepostet haben. Insoweit bist Du momentan derjenige, der hier Überlegungen anstellt ohne mal direkt nachzuhaken, was jeweils dran ist oder wie eine Geschichte gelaufen ist.
Du unterschätzt die Blogger und dabei wohl ein wenig auch Dich selbst. Ich sehe durchaus Deinen Punkt, aber ich glaube, den sehen die anderen auch. Es ist auch richtig, ihn mal zu erwähnen, insoweit ist mein Kommentar hier keine Kritik am Punkt, den Du ursprünglich angesprochen hast und würde mich gerne persönlich mit Dir darüber unterhalten. Denn es stimmt: Es gibt durchaus schon Versuche, Blogs für Kampagnen zu missbrauchen, daß diese Versuche bislang zu plump ausfielen, um zu funktionieren, darf uns nicht in falsche Sicherheit wiegen.
Insoweit ist die Diskussion, die Du hier ursprünglich gepostet hast, eigentlich wichtig: Wie erhalten wir z.B. die jetzt gezeigte Solidarität ggü. der Welle von Anwaltseinschücherungen ohne daß wir irgendwann einer Kampagne der “falschen Leute” zum Opfer fallen, wie sie offenbar bei Herrn Lumma grade versucht wird, unterzubrinen.
Jens, ich ändere meine Texte nicht ohne Grund. Der Grund warum ich den Text hier geändert habe, ist in erster Linie der, dass ich ihn doch eher unüberlegt niedergeschrieben habe. Einige Aspekte konnte ich nicht so formulieren wie ich sie gemeint habe.
Ich unterstelle niemanden das er absichtlich eine (Hetz) Kampagne gegen jemanden anderes startet. Es ist aber auch so, dass in der Blogsphäre viele Sachen rein aus Sympathie und ohne größere Überlegung gepostet werden. Ich nenn einfach mal ein Stichwort: Vertrauensvorschuß.
Ich habe auch nicht daran gezweifelt das die Mail von JRvM gefaked war. Allerdings hatte ich doch starke Zweifel das es rechtens war sie zu veröffentlichen (wenn nicht juristische, dann moralische Zweifel). Ich denke viele sind auf den Zug aufgesprungen ohne auch nur einen Moment über die Sache nachzudenken. Oder hat sich jemand mal großartig Gedanken darüber gemacht wie es denn wäre wenn er in der Haut von JRvM stecken würde?
Bei dem aktuellen Fall mit moni sieht die Sache ähnlich aus. Udo Vetter hatte es ja sehr deutlich auf den Punkt gebracht: Erzählungen von anderen können berechtigte Abmahnungen nach sich ziehen. Darüber hinaus hatte der Anwalt von Transparency International erst einmal eine Warnung, wenn auch eine sehr deutliche, ausgesprochen. Eine Abmahnung fand doch noch gar nicht statt.
Trotzdem wird der Fall gleich wie der von Euroweb behandelt und TI und der Anwalt sind die Megabösen.
Als Nichtbetroffener und Aussenstehnder habe ich wahrscheinlich einen wesentlich größeren Abstand zu den Dingen und sehe sie aus einem anderen Blickwinkel. Die Diskussion wird allerdings grad recht emotional geführt. Von daher denke ich nicht das es derzeit (!) sehr sinnvoll ist viel dazu zu sagen. Grade wenn man eine andere (neutralere) Position als “die Masse” einnimmt.
Wenn die Emotionen ein wenig abgekühlt sind, werde ich bestimmt noch mal was dazu schreiben.
nun, ich sehe den fall exakt genau so wie die euroweb geschichte (ich habe übrigens gar keine abmahnung bekommen sondern ebenfalls einen drohbrief vom anwalt wie moni. die einzige abmahnung, die es im fall euroweb momentan gibt ist die, die eurowebbekommen hat).
warum gleich? jemand schreibt einen unangenehmen, aber nicht belangbaren weil die kriterien z.b. einer schmähung nicht erfüllenden artikel in seinem blog. der anwalt versucht, mit einer einschüchterung die bloggerin zum löschen des artikels zu veranlassen. denn eigentlich weiß er, daß sie im recht ist. und er tut es dennoch. hier wird m.e. terror erzeugt. wenn du so einen brief erhältst - vor allem, wenn er derart bedrohlich geschrieben ist wie der von ti - bist du nämlich erstmal überhaupt nicht mehr cool. dann musst du dich setzen. dann denkst du “jetzt lösch ich mein blog und mach nie mehr denn mund auf”. das ist so, das war auch bei mir so.
dann habe ich mich an die blogger gewandt, die ich persönlich kenne und gefragt, was sie davon halten. das ergebnis der beratungen war die am sonntag begonnene lawine der ereignisse.
es geht also nicht um den inhalt des postings. warum ich beide fälle exakt gleich sehe ist, daß die eskalationstreppe nicht sein kann: mensch kritisiert firma - firma knüppelt dich per anwalt nieder. und ich meine, niederknüppeln ist keine übertriebene wortwahl - moni schläft garantiert diese tage sehr schlecht. hier wird nur der einfachheit halber ein mensch bedroht.
daher, was die blogs angeht sind wir es, die verhindern müssen, daß diese art der bekämpfung von problemen zum erfolg kommt. wir müssen klarstellen, daß jeder einzelne fall nur dazu führen wird, daß die firma verliert und die blogger sich nicht einschüchtern lassen. und zwar jedes mal schneller, heftiger und leidenschaftlicher.
und daher ist es das selbe. man muß sich dabei nicht die meinung des bloggers zu eigen machen, man kann sogar anderer meinung sein. man sollte aber - daran glaube ich - verhindern helfen, daß bestimmte verhaltensweisen sich nicht etablieren lassen, denn dann können wir in ein paar monaten alle aufhören zu bloggen.
Jens, ich erlaube mir mal, mich einzumischen, da Ralf in seinem Text auf mich verlinkt hat. Ich habe mir den Text über TI (nicht von dir verfasst) angesehen. Nach meinem Dafürhalten hat der Justiziar schon korrekt reagiert, denn in dem Fall beruht alles nur auf “Hören-Sagen”. Wäre die Dame die Betroffene gewesen, dann würde das ganze schon anders aussehen. So aber bleibt es ein Bericht eines Berichtes….
Mein Punkt ist, und den hatte Ralf auch angesprochen, dass hier eine Hetzkampagne stattfindet. Es gibt einige Blogger, die sich damit profilieren, in dem sie diese Themen aufgreifen und weiterverbreiten. Leider haben diese Blogger ein Publikum, das bis auf wenige Ausnahmen nicht zu differenzieren weiß. Was derzeitig in Klein-Bloggerdorf geschieht, erinnert mich etwas an das Bild “Das Gerücht” von Otto Dix, das du sicherlich auch kennst. Es wird etwas hochgeschaukelt, und die Geschichte, um die geht, verändert sich so allmählich. Ob nun Euroweb oder TI, das mag dahin gestellt sein. Auch die Tatsache, dass eine E-Mail veröffentlicht wurde, die nicht privat war… die Betroffenen hätten sich zusammentun und eine Aktion initiieren können, so aber haben sich einige Aasgeier Profilneurotiker (anders kann ich es inzwischen schon nicht mehr nennen) Blogger an die Geschichte gehängt (ein ähnliches Phänomen war auch im Zusammenhang mit Grupp Takka festzustellen), um für sich den größtmöglichen Traffik zu generieren.
Der Blogger-Gemeinde schadet ein solches Verhalten massiv, denn damit verspielen wir den Rest Glaubwürdigkeit und auch Ernsthaftigkeit, die wir uns doch irgendwo wünschen.
Jens, mal angenommen ich würde schreiben, man habe mir erzählt, du hättest irgendwann einmal mit deinem Geschäftswagen einen Unfall gebaut, also eine Geschichte verbreite, die ich mit nichts beweisen kann. Wahrscheinlich, weil ich sie nur vom Hören-Sagen her kenne, ist diese Geschichte noch nicht einmal wahr, sondern nur tatsachenverdreht dargestellt.
Nun bist du aber ein Business-Mensch, der auf einen integren Namen angewiesen ist. Einige, die die Geschichte lustig finden, hängen sich dran und verbreiten sie in ihrem Klatschspalten. Auf einmal wissen ganz viele davon, die ich doch nur vom Hören-Sagen her verbreitet habe. Inzwischen stehst du in einem Anbahnungsgespräch mit einem Geschäftspartner, der nun im Web gerne weitere Informationen über dich suchen möchte. Und da er deinen Namen eingibt, vielleicht sogar noch den Namen deiner Firma, und er liest, was du “verbockt” haben sollst.
Und nu? Jetzt kommst du mit einer Ermahnung daher und forderst mich binnen Fristsetzung auf, den Beitrag zu entfernen. Noch bist du freundlich, denn du mahnst nicht direkt ab. Aber du gibst mir zu verstehen, dass ich da wohl etwas Bockmist gebaut habe.
Was mache ich nun? Ich stelle mich als das “Arme Dingens” dar, das doch nur die Wahrheit erzählt hat. Bitte, welche Wahrheit? Die Wahrheit, die man mir erzählt hatte? Die vielleicht verdreht dargestellt wurde, weil rein subjektiv? Jetzt kommen die oben erwähnten Blogger daher, die vielleicht nur etwas Traffic suchen, greifen mein “Leiden” auf, verbreiten es weiter und brechen den Stab über dir. Du böser Jens, aber auch! Wagst du es doch, mich zu ermahnen…. und irgendwann verschwindet die Unterscheidung zwischen Ermahnung und Abmahnung… und PENG! … auf einmal bist du ein Abmahner, aber auch wirklich! Ein böser böser Mensch!
Und deine potentiellen Geschäftspartner bedienen sich bei der Internetrecherche über dein Unternehmen weiter der Suchmaschinen und auf einmal steht die ganze Geschichte unter deinem und deinem Firmennamen….. und nu? Am besten schließt du dein Unternehmen oder benennst es schnell um. Die entstandenen Kosten durch die Schmähungen sind nicht zu beziffern, denn du wirst nie erfahren, welcher Geschäftspartner mit dir ein Vertragsverhältnis eingegangen wäre, hätte es diese Hetze im Web nicht gegeben.
(ACHTUNG: Diese Geschichte ist fiktiv und soll nur die Vorgänge etwas verdeutlichen)
@Ralf: Doch es gibt einige, die hier in unserem Klein-Bloggersdorf bewußt agieren. Die in meinem greisen Köpfchen herumschwirrende Erklärung dafür gefällt mir noch nicht, sie ist noch nicht ausreichend genug begründbar, aber es dauert nicht mehr lange und ich habe die Mechanismen begriffen und verstanden.
> Es gibt einige Blogger, die sich damit profilieren, in dem sie diese Themen aufgreifen und weiterverbreiten.
Das sehe ich nicht. Du kannst gerne hinter allem, was jemand tut, eine negative Motivation sehen, das tue ich jedoch erstmal nicht. Ich möchte doch gerne in einer Welt leben, in der man zuallerserst einmal dem glauben kann, was jemand als seine Motivation angibt, aus der er tut was er tut.
und was “korrekt verhalten” ist, werden wir ganz sicher nicht zu einer gemeinsamen Meinung gelangen.
[...] Viel wichtiger scheint dagegen die Diskussion sein, ob Blogger nun auf fahrende Züge aufspringen und um Traffic zu generieren einfach einmal in nicht nachgeprüfte Hetzkampagnen einsteigen. Eine Diskussion zu diesem Thema zwischen Jens und Martina, die ja ein ähnliches Problem mit Transparency International hat, findet man hier. [...]
@Jens: ich habe nicht gesagt, dass ich JEDEM Blogger eine negative Motivation unterstelle! Es geht mir um die Fähigkeit, zu erkennen, wann es sich lohnt! Hätte sie, die Betroffene, das alles selbst erlebt, dann wäre ich fassungslos ob des anschließenden Verhaltens von TI ihr gegenüber. Aber sie hatte es NICHT ERLEBT!
Vielleicht ist es die Idee mancher Blogger, endlich DEN BEITRAG gefunden zu haben, mit dem man sich einen Namen verschaffen kann!
Noch einmal: es geht mir darum, dass wir eine Verantwortung haben - und zwar die, wie im DbD-Fall vom Spreeblick, zu recherchieren, ob das, worüber wir schreiben, wirklich wahr ist. Gut, ich gebe zu, dass ich manchmal auch nicht alle Quellen überprüfe. Aber ich versuche wenigstens, auf offizielle und integre Daten zurückzugreifen; dabei verlasse ich mich nicht unbedingt auf das “Hören-Sagen”, was fatal sein kann, wie der besagte Fall zeigt.
Prinzipiell betrachte ich die Unreflektiertheit vieler Reaktionen auch als problematisch. Die Verantwortung ist groß bei dem, was man verbreitet. Und dennoch kann man nie ausschließen, dass - wenn das Feindbild stimmt - der unheilige Zorn einer ganzen Menge losbricht. Normalerweise beteilige ich mich aus genau diesem Grund auch nicht daran, wenn mal wieder Sautreiben angesagt ist, egal ob es um Preisverleihungen ans Bildblog oder Klowände geht.
In diesem Fall kann ich mich dennoch eindeutig auf Monis Seite schlagen: 1. habe ich sie in dem ganzen Jahr, in dem ich ihr Blog lese, nie anders als glaubwürdig, reflektiert und differenziert erlebt, so dass für mich an der Zuverlässigkeit der Information kein Zweifel besteht, 2. kann ich im beanstandeten Beitrag keine Grundlage für die Vorwürfe von TI an Moni erkennen, und 3. ist die Vorgehensweise des Justiziars (Drohung ohne detaillierte Begründung, Frist bis Sonntag abend etc.) tatsächlich indiskutabel, unabhängig vom Sujet.
Also ersteinmal würde ich eins doch ganz gerne nicht mehr so erwähnt sehen: Das Blogger bewusst Hetzkampagnen gegen ein Unternehmen starten. Für eine Hetzkampagne bedarf es doch den Zusammenschluß meherer Personen die gezielt und abgesprochen agieren. In den Fällen Euroweb und TI haben sich wohl kaum Leute abgesprochen oder gezielt agiert.
Ich sehe das ganze auch nicht als Hetzkampagne. Sondern eher als sehr emotional aufgebauschte Sache.
Jens schrieb es schon. Wenn man so einen Brief bekommt, dann ist das mit der Sachlichkeit erst einmal dahin. Dann ist man erstmal eingeschüchtert und ziemlich down.
Wenn nun eine Bloggerin betroffen ist, die persönlich bekannt ist, dann wird die Sache sogar noch ein wenig brisanter. Denn dann kommen noch Sympathien ins Spiel und die eine oder andere Sache wird noch subjektiver als sie vielleicht eh schon ist.
Ich denke wenn man den nötigen Abstand hat, dann kann man die Sache auch mit der nötigen Sachlichkeit sehen.
Erstmal der klare Unterschied zwischen Euroweb und TI: Bei Euroweb konnte ich fast alles selber nachlesen. Es gab auch mehr als eine Quelle. Ebenso konnte ich mir auf den Webseiten von Euroweb selber ein Bild über das Preis/Leistungsverhältnis machen. Es gab für mich also mehere Möglichkeiten abzuwägen wie die Sachlage ist. Ich konnte mir einen Großteil der Fakten anschauen und selber bewerten.
Bei TI gab es nur eine Quelle. Und selbst diese Quelle kannte die Geschichte nicht persönlich, sondern nur aus einer Erzählung.
Ich will gar nicht die Glaubwürdigkeit von moni oder ihrer Freundin in Frage stellen. Allerdings sollte man hierbei immer Udo Vetters Worte im Hinterkopf behalten: Bleib bei den Fakten und halte dich von Erzählungen fern.
Die zweite Sache betrifft die Kommunikation zwischen beiden Seiten. Hierzu sollte man sich dringend mal den Artikel von Arne Trautmann “Was kommt vor der Abmahnung” durchlesen:
Für eine Kommunikation wäre es auch Vorraussetzung das beide Seiten auf gleicher Augenhöhe stehen. Würde der Beitrag online bleiben, würde er unter Umständen von vielen Blogs verlinkt werden. Dann müsste TI sich nicht mit einem Blog auseinander setzen, sondern mit sehr vielen. Das ist schon Zeitlich nicht machbar. Sollte jedem einleuchten.
Selbst wenn sich TI und moni einigen würden, müsste sichergestellt sein das alle Blogs die über den Fall geschrieben haben, auch über die Einigung schreiben. Ich denke auch dies ist nicht machbar. Es bleiben immer ein “Rest” der Berichterstattung im Netz.
Jede Google-Anfrage würde also irgendwann auch diese dunklen Flecken an den Tag bringen. Obwohl sich TI und moni irgendwann gütlich geeinigt hätten, würde ein Suchender u.U. negative Berichte über TI finden. TI hätte demnach kaum eine Chance die Geschichte komplett positiv zu bereinigen.
Ich denke wenn man sich die Sache mal aus dieser Perspektive betrachtet, dann wird einem klar warum man so schnell und so nachhaltig auf die Löschung/offline stellen eines Beitrages drängt.
TI hat mit der Androhung einer Abmahnung genau das Gegenteil erreicht. Die Geschichte ist rum gegangen und steht nun im Netz. Raus bekommt man sie nicht mehr. Ich denke nicht das dies das ist, was TI erreichen wollte. Ich denke aber auch nicht, dass TI die Aktion aus reiner Boswilligkeit gemacht hat. Ebensowenig wie ich davon ausgehe das moni TI schaden wollte.
Es sind auf beiden (!) Seiten Fehler gemacht worden. Und diese Fehler wird man in Zukunft nicht dadurch vermeiden, indem beide Seiten aufrüsten (Saustall/Kampagnen auf der einen Seite, das Netz scannende Anwälte auf der anderen Seite).
Entweder Blogger und Unternehmen gehen aufeinander zu und versuchen für solche Fälle eine tragbare Lösung für beide Seiten zu finden. Oder es wird irgendwann immer mehr eskalieren. Deswegen hatte ich bei Felix in den Kommentaren schon mal den Vorschlag gemacht das man sich irgendwie zusammen setzen sollte. Denn ich bin immer noch davon überzeugt das Kommunikation nachhaltigere Erfolge erzielt als sich gegenseitig in Grund und Boden zu klagen.
Ich glaube, in solchen Fällen hilft - ganz abgesehen von der Sachlage - nur der Dialog. Sollte mir das als Firmenvertreter passieren, würde ich einen Brief schreiben (nicht von einem Anwalt) und die Gegenseite bitten, den Eintrag vom Netz zu nehmen. Dann würde ich vorschlagen sich kurzfristig zu treffen oder zumindest miteinander zu telefonieren und die Sachlage zu klären. Darauf sollte jeder Blogger eingehen. Sollte es nicht zu einer Klärung kommen, z. B. weil die Fakten wirklich gegen das Unternehmen sprechen, kann der Beitrag wieder online gehen, von anderen Beiträgen gestützt werden und das Unternehmen kann seine Maßnahmen einleiten. Seien diese nun rechtlicher oder kommunikativer Natur. Im vorliegenden Fall von Moni kann ich mir gut vorstellen, dass sie dies gemacht hätte. Es hätte nämlich auch ihrer Freundin viel eher geholfen als mit der anwaltlichen Auseinandersetzung. Aber da kann ich nur vermuten und will keine Aussage für sie treffen. Ich auf jeden Fall würde es auf beiden Seiten so machen.
Aufgrund der letzten Entwickelungen im Fall Transparency International, hat sich die Diskussion im Zusammenhang mit dieser Organisation wohl erledigt.
Ein weiteres Paradebeispiel wie man es besser nicht machen sollte. Einfach nur noch traurig.
Ralf… stimmt….