Bewerbung2.0

12. Juli 2006

Was spricht eigentlich dagegen sich nicht mehr mit Papier und Foto, sondern mit Flickrrr, Zooomrrr, YouTube, SevenLoad, Blog&Co zu bewerben?

Lehr- und Arbeitsstellen sind heutzutage doch eher dünn gesߤt. Geht man zum Arbeitsamt zur Agentur für Nichtbeschߤftigung Arbeit, lautet eine der ersten Fragen, ob man familliߤr gebunden ist oder ob man für eine Stelle auch in eine andere Stadt umziehen kß¶nnte. Nun ist das nicht für jeden eine Option. Doch für viele dürfte es nach einigen Jahren ohne Lehr- oder Arbeitsstelle so ziemlich die letzte Option sein. Not macht mobil.
Doch grade wenn man lange Zeit ohne Beschߤftigung war, ist das Budget klein. Ich denke ein Grund warum die Anzahl an Bewerbungen in anderen Stߤdten/Lߤndern eher gering ist, ist das Problem mit dem Vorstellungsgesprߤch. Einerseits ist es für die Bewerber mit nicht grade wenig Aufwand und Kosten verbunden sich bundesweit zu bewerben. Andereseits ist man als Arbeitgeber ein wenig gehemmt einen Bewerber “mal eben” ein paar hundert Kilometer für ein Bewerbungsgesprߤch durch die Republik reisen zu lassen.
Bei Robert Basic las ich heute einen Aufruf doch mal im Saftblog vorbei zu schauen. Denn dort bewirbt sich Cindy mittels einer (kurzen) Videobotschaft um eine Lehrstelle als Bߤckerin. Leider ist Dresden/Sachsen von hier aus gesehen irgendwie auf der anderen Seite der Republik. Von daher kann ich nur alle Ossis mit eigener Backstube auf diese Videobewerbung hinweisen.

Wߤre ich Arbeitgeber (was ich derzeit nicht bin), würden BewerberInnen mit so viel Engagement bei mir wesentlich mehr Aufmerksamkeit hervorrufen und wesentlich weiter oben auf dem Stapel der Bewerbungen landen.
Nebenbei denke ich, dass solche Videobewerbungen auch für Arbeitgeber sehr interessant sein kß¶nnen. Auf einer entsprechenden Plattform, welche es dem Bewerber ermß¶glicht neben seinem schriftlichen Lebenslauf auch ein paar Fotos/Videos hochzuladen, kß¶nnten Arbeitgeber schnell mal einen Blick in das Angebot an BewerberInnen werfen. Mittels Tags/GeoTags wߤre die Suche nach passenden Bewerbern einfacher, RSS-Feeds kß¶nnten Arbeitgebern tagesaktuell Informationen bezüglich neuer Bewerbungen liefern.
Für die Bewerber wߤre es in der Hinsicht von Vorteil, da man mit relativ wenig Aufwand sich relativ vielen Arbeitgebern prߤsentieren kann. Obendrein auch noch bundes-/europaweit.

WEB2.0-Techniken haben anscheinend noch eine Menge ungenutztes Potential. So langsam sollte man mal schauen das man von den Spielereien mit WEB2.0 weg, hin zu praktischen Anwendungen kommt.


Disclaimer

Das Konzept einer Jobbß¶rse mit WEB2.0-Techniken habe ich mir grade selber ausgedacht. Das ist meins. Wenn Sie Interesse daran haben, bitte in den Kommentaren oder via Mail/Kontaktformular melden. Danke das Sie die Finger von fremden Ideen lassen anstatt sie einfach zu klauen.

Ralf

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