Erlaubnispflichtige Blogkritik

26. Februar 2007

Die großen Blogerklärer antworten auf die Frage was denn Blogs überhaupt seinen gerne mal damit, dass es sich dabei unter anderem um eine Möglichkeit handele für jeden Kritik zu äußern.
Nun ja, das ist so lange gültig, wie man zu dem Netzwerk der eingefleischten Alt-Blogger (A-Blogs) gehört. Als Neuling oder mit zu geringen Klickzahlen sollte man sich bedeckt halten.

Yannick verweist auf einen Blogeintrag bei grafikworx! in dem zwei Kommerzblogs kritisiert werden. Sogleich reagiert die Blogspitze auch darauf und fühlt sich durchaus belustigt. Kein Wunder, sind es doch wirklich umwerfende Argumente die gegen eine solche abtrünnige Meinung bezüglich führender Kommerzblogs ins Feld geführt werden: Ach der will doch nur spielen. Der braucht ein paar Klicks. Mehr nicht.

Da bekomme ich doch gleich mal das Gefühl das einige Blogger versuchen die Diskussionskultur (sofern vorhanden) mit Allround-Herbiziden in den Griff zu bekommen. Meinung haben dürfen nur die, die mehr als 5.000 Klicks am Tag haben, irgendwas mit Internet machen, mindestens einmal als Berater für Dingsbums tätig waren und morgens e-Commez in den Kaffee schütten. Oder es sind ausgewiesene Journalisten mit Pressebums in der Hand. Die dürfen auch.

Mein Gott bin ich froh das ich kein Blog sondern ein Journal habe. Und das ich kein Blogger, sondern Journalist bin. Muss ich mir nicht jedesmal Gedanken machen ob ich es sagen darf wenn mir eine Äußerung einer der hohlen Hülsenfrüchte sauer aufstößt.

Ach übrigens, ich schreibe das jetzt nur, weil ich nen bissken Traffic brauche. Nachdem die Spammer hier nicht mehr rein kommen ist es so ruhig geworden.

Ralf

Es existieren 4 Kommentare für diesen Eintrag:

1
Yannick Eckl schrieb:

Hallo,
danke für den Beistand ;-)
Du hattest auf blogschrott kommentiert, richtig??
Ich muss den Kommentar dummerweise gelöscht haben, da er bei mir als Spam eingestuft wurde – wenn du willst kannst du den Kommentar ja nochmal schreiben!

Gruß,
Yannick

2

[...] Marcel kann nicht jodeln und ist D-Blogger Ralf hat Schnappatmung Ihr seid alles Nullblogger Trackback-URL Gelesen: 283 heute:283 [...]

3
Ralf schrieb:

Naja, es war eher ein Trackback. Und das meine Kommentare und Trackbacks im Spamordner landen, daran habe ich mich bereits gewöhnt.

4

[...] Eine kurze Erklärung vorneweg: Da die Kritik der Blogkritik reflexartig immer die selben Argumente hervorbringt, wie etwa “der will doch nur Aufmerksamkeit/Klicks/Backlinks” verweise ich mal hierhin. Jeder der nicht ganz blöd ist, lernt in den ersten Monaten der Blogosphären-Partizipation, wie man ein Blog bekannt machen kann, oder wie man Klickzahlen generiert. Es ist ein leichtes einen Blog wie Dreibein zu führen, der Besucher aus der Google-Ursuppe löffelt, oder man kann sich auch an jedem Blogskandälchen beteiligen und sich im Rudelpissen die Besucher per Trackback zu fischen. [...]