Überblogrollt Sie!
27. August 2006Nach langem Zß¶gern habe auch ich mir ein Instrument der unsichtbaren Macht, eine Blogroll, zugelegt. Nun sollen sie alle, wirklich ausnahmslos alle, in Ehrfurcht erzittern [an dieser Stelle bitte ein fünfminütiges hß¶hnisches Lachen vorstellen]. Denn ich werde nicht zß¶gern wahllos Kandidaten auf die Blogroll zu setzen und, wenn es mir beliebt, sie genauso gnadenlos wieder runter zu werfen [es folgt ein weiteres fünfminütiges hysterisches Gelߤchter]
Jeder darf ab sofort in den Kommentaren, per Mail, Messenger, Telefonanruf, Brief, Geschenkpaket oder persß¶nliches Vorsprechen um einen Platz auf der Blogroll winseln. [wirrer Blick] Natürlich kann man, wenn man im Betteln und Winseln nicht so geübt ist, sich einen Platz auch kߤuflich erwerben [nervß¶ses Zucken im rechten Auge]
Ich glaube, dass mit der Blogroll war doch keine so gute Idee. Bekommt mir irgendwie nicht.


[...] lese just den Beitrag auf Toms Diner, bisserl wie dieser Beitrag von Mike. Aber mal ganz ehrlich… wer von uns pflegt überhaupt noch seine Blogroll? Ich weiss nicht, wann ich das zuletzt gemacht habe. Könnte glatt einmal gewesen sein. Zum Start des Blogs. Ich schaue auch nicht nach bei fremden Blogrolls. [...]
Ich gucke schon bei anderen in die Blogroll… Zumindest, ob ich drin steh… Spaß beiseite! Für mich ist es ganz interessant, was die Leute da so verlinken. So hab ich schon einige gute Blogs gefunden, welche ich noch heute lese. Es soll sich ja niemand verpflichtet fühlen, mich auch zu verlinken, nur weil ich das getan habe.
@Ronnie:
Der Beitrag ist auf alle Fälle nicht wirklich ernst gemeint. Blogrolls gehören zum Bloggen irgendwie dazu. Klar fühle ich mich ein wenig geehrt und vor allem beim Bloggen bestätigt wenn ich auf einer Blogroll erscheine. Es macht mir aber auch nichts aus, wenn ich nicht drauf stehe oder runter fliege.
Neue Blogs entdecke ich in der Regel indem ich Links folge. Ich finde es wesentlich wichtiger Links zu setzen als eine gepflegte Blogroll zu haben. Die meisten Bloggrolls funktionieren nach dem Motto “Linkst du mich, link ich dich”. Im Ergebnis hat man dann einen etwas elitären Kreis von Blogs zusammen.
Mal so als Beispiel: Wenn ein A-Blogger ein Blog in der Blogroll aufnimmt, dann kann man davon ausgehen das ca. 50 seiner Leser das Blog früher oder später auch in der Blogroll aufnehmen. Da die A-Blogger unter sich schon so eine Art “elitären Kreis” bilden, reicht es wenn 4 weitere A-Blogger das verlinkte Blog auch ganz toll finden und in der Blogroll aufnehmen. Wird ein Blog also bei 5 A-Bloggern in der Blogrolll gelistet, dann hat es ganz schnell mal 5×50 Blogs die es verlinken. Somit hätte das Blog ohne großen Aufwand 250 Links zusammen und taucht in den Deutschen Blogcharts zw. Platz 40 und 50 auf. Und schon ist man “ein bekannter deutscher Blogger”.
Blogrolls werden demnach völlig überbewertet. Ausser man will aus seinem Blog Kapital schlagen und geifert nur dem schnöden Mammon hinterher. Dann ist eine ausgesuchte, gepflegte und möglichst elitäre Blogroll natürlich oberwichtig. Quasi essentiell
Der wahre Grund dafür das ich plötzlich eine Blogroll habe, liegt darin das ich grade etwas mit Geocoding mache und dementsprechend evt. auch die Blogroll mit einer Karte verknüpfen will. Vielleicht fällt mir auch sonst noch etwas ein was man mit so einer Linkliste machen kann. Mal schaun.
ich stöber schon mal in fremden blogrolls rum, um interessante sachen zu finden. allerdings rümpfe ich dabei auch die nase oder resigniere, wenn man immer die falschen blogs wiederfindet. das auftauchen in der blogroll hilft nicht immer wirklich, es muss noch was dazukommen. ich war mal hier, mal da bei a-bloggern auf der liste, und es tröpfelt darüber wöchentlich immer nur der eine oder andere besucher rein. wenn man erstmal den ruf eines inkonsistenten langweilers oder – noch besser – gar keinen hat, hilft das alles nix. man muss schon möglichst weiblich sein, verdammte beschissen abgefuckte geile hammerpostings mit irgendwelchen medienzutaten bringen, oder irgendwie was medien machen oder mal irgendwo 30 Sekunden interviewt worden sein, um in den charts höher einzusteigen. eben die ganz normalen bedingungen der massenphänomene.
meine eigene blogroll nutze ich eigentlich kaum selbst. hauptsächlich lese ich in meinem offline-feedreader, meine online-feedreader sind notorisch schlecht gepflegt, noch schlimmer sieht es mit der bookmarksammlung aus, und ein paar seiten rufe ich aus dem kopf heraus auf – solange ich die url noch nicht versoffen habe. kurzum: ein hoffnungsloses durcheinander.
Sinn und Unsinn einer Blogroll…
Aktuell wird in einigen Blogs, wie z.B. hier oder hier oder hier darüber sinniert, ob eine Blogroll überhaupt noch Sinn machen würde. Hauptargument: Sie würde doch sowieso nicht regelmäßig gepflegt werden und sei deshalb …
Ich fühle mich geehrt, dass ich mich auf Deiner Blogroll wiederfinde. Danke.
Jedenfalls versuche ich meine Blogroll immer zu pflegen. Der ein oder andere kommt neu hinzu (so wie Du in Kürze) und wenn ich der Meinung es soll einer fliegen, dann fliegt er.
Das habe ich auch schon gemacht.
Die Blogrolls auf anderen Blogs schaue ich mir eigentlich auch immer an, dadurch lernt man auch den Blogger und die Ausrichtung des Blogs besser kennen.
obwohl ich selbst auch andere blogger anhand ihrer blogroll beurteile, würde ich sagen, dass man anhand meiner blogroll reichlich wenig über meine interessen erfährt.
Also wenn man mich anhand meiner Blogroll beurteilt, dann bin ich ja froh das ich nicht meinen kompletten Feedreader rein gepackt hab.
Also in der Blogroll rechts stehen Blogs die ich der letzten Zeit neu abonniert habe bzw. die ich schon länger im WP-Admin-Bereich eingetragen hatte. Die Blogroll sagt recht wenig darüber aus was ich täglich oder gerne lese.
Aber ich merke schon, das Thema Blogroll ist ein sehr emotionales Thema.
Tja.. ich habe keine Blogroll mehr. Ne ne..
bei mir sind es Lesetipps, die ich in unregelmäßigen Abständen überarbeite. Ich persönlich habe nur festgestellt, dass eher die Leseempfehlungen, die ich manchmal ausspreche, bei weitem eher angenommen und befolgt werden. Aber es ist für mich eine gute Hilfe, manche Blogs, deren URL ich nicht auswendig kann (weil altersbedingt vergessen!), einfach anklicke…
Und – ich werde mich hüten, meinen Reedreader in die Lesetipps zu packen. Muss ja nicht jeder wissen, bei wem ich mitlese! *ggggggggg*
Da ich (immer noch) keinen Feedreader habe, scheidet die Möglichkeit alle abonnierten Blogs auf die Blogroll zu setzen aus. Ich packe einfach die Blogs in meine Blogroll, die ich in meiner Blogroll haben will. So einfach ist das. Und doch manchmal kompliziert.
tja, angesichts der macht des herrschers über die blogroll bin ich natürlich geehrt, doch gleichzeitig erzittere ich tagtäglich, denke bei jedem posting darüber nach, ob ich deswegen wieder ausgelöscht, getilgt werde…
mal etwas ernsthafter, denke ich auch, daß blogrolls sehr unterschiedlich bis hin zum emotionalen bewertet werden. ich persönlich stöbere gern in fremden blogrolls, vielleicht findet sich ja eine perle. allerdings verweigere ich meine aufmerksamkeit den blogrolls der sog. a-blogger, weil da eh’ die immer gleichen drin stehen (natürlich nicht nur, ich weiß) und das oben beschriebene a-blog-verlinken sich irgendwann im kreis dreht.
außerdem klicke ich gern in meiner blogroll auf andere blogs, denn lieber als im feedreader lese ich so andere blogs, wobei auch bei mir natürlich nicht alle feed-blogs automatisch in der blogroll erscheinen.
Blogroll ausgedient?…
"Blogroll ausgedient?" fragte Robert Basic vor ein paar Tagen und bezog sich dabei auf die kritischen Beiträge von Telagon Sichelputzer und Tom’s Diner.Diese Diskussion über den Sinn und Unsinn von Blogs die Blogs verlinken, hat bei mir wi…
Bloggrolls haben ohnehin etwas suspektes für mich. Einerseits sind sie netter Wegweiser auf interessante Blogs, die man vielleicht sonst nie gefunden hätte (so kam ich auch auf deine Seite), andererseits entwickeln sie sich als eine Art Machtinstrument, die manche ausgeprägt eitle Blogger in wahre Sinneskrisen stürzt, wenn diese von einer Bloggroll purzeln.