Mit sozialistischem Gruß…

01. Oktober 2006

… ihr Genosse Heuschrecke.

Wofür steht eigentlich das “S” in der Abkürzung S.P.D. ? Sozial? Sozialistisch? Sautreiben? Sinnfrei?

Nimmt man es genau, müsste die SPD eigentlich OPD, Orientierungslose Partei Deutschland, heissen. Von mir aus auch WPD für Wendehals Partei Deutschland, oder gar OWPD. Derzeit geht es ja wieder rund in den Kreisen der Sozis. Hatte vor ein paar Monaten noch der große Parteiratsvorsitzende Müntefering den Heuschreckenalarmknopf gedrückt, ist es diesmal der kapitalistische Ex-Klassenfeind Rüttgers der den Alarmknopf voreilig und ungeachtet jeglicher Tatsachen gedrückt hat. Und die neuen Brüder und Schwestern aus der sozialistischen Koaliation stärken ihm willig den Rücken.
Warum sollte man sich auch mal 5 Minuten Zeit nehmen, ein wenig nachdenken und etwas rechnen, ein paar Recherchen hinzuziehen, etwas in den Archiven kramen und sich dann eine eigene Meinung bilden, wenn die roten Horden doch schon begonnen haben auf diese schlitzäugigen Abwracker aus Taiwan einzuprügeln. Hallali, die Sauhatz ist eröffnet und der sozialistischen Jagdtradition des großen Staatsratsvorsitzenden Erich H. folgend, blasen die roten Horden munter mit ins Horn.
Der rote Bruder von der IG Metall, Oliver Burkhard, hatte ja auch sogleich die Schuldigen ausgemacht. Siemens als verantwortungslose Abkassierer und BenQ als willige Vollstrecker. Gab sich Oliver Burkhard vor der Presse noch entsetzt und entschlossen gerichtliche Schritte einzuleiten, will die offizielle Webseite der IG Metall nichts von BenQ oder Siemens wissen. Aber auch Michael Groschek von der NRW-SPD sprach der Presse gegenüber von “Erpressung der Mitarbeiter”. Die Stimmen die Siemens dazu aufforderten ihre “moralische Verpflichtungen” nachzukomemn und das Unternehmen in die Pflicht nehmen wollten, waren Zahlreich: Politik, Gewerkschaft, Betriebsräte, Blogs. Betroffenheit und Anschuldigungen allenortes.

Nun ist das mit der Betroffenheit so eine Sache. Klar macht es einen betroffen wenn 3.000 Menschen ihre Arbeit verlieren. Doch sollte man mit Anschuldigungen ein wenig vorsichtiger sein. Vor allem dann, wenn Zahlen derart falsch und frei jeglicher Logik interpretiert werden. So bestritt Siemens Konzernsprecher Constantin Birnstiel der FAZ gegenüber die Vorwürfe aus den Reihen der Rot-Schwarzen Sautreiber.
Natürlich hätte jeder sozialistische Sautreiber es sich selber an fünf Fingern abzählen können das da etwas an den Vorwürfen nicht stimmen kann. Aber wenn man kaum bis drei zählen kann, kann dies schon mal sehr schwer sein. So treiben sie munter weiter in Richtung Taiwan, damit die Schlitzaugen es endlich mal kapieren das sie ihre gelben Finger von maroden deutschen Unternehmen lassen sollen. Schließlich ist pleite gehen eine rein deutsche Tugend, die man dem Asiaten nicht zugestehen kann.

Wo war eigentlich Jürgen Rüttgers Betroffenheitsgen als Siemens seine handysparte mit einem Verlust von 300 Millionen Euro an BenQ verkaufte? Reichte Jürgen Rüttgers die Beschäftigungsgarantie bis mitte 2006, die BenQ gab, für einen ruhigen Büroschlaf?
Weder SPD, CDU noch Gewerkschaften hatten sich 2005 besorgt gezeigt. Wahrscheinlich waren die Genossen damals zu sehr damit beschäftigt ihren großen roten Bruder Müntefering, aufgrund seiner offen an den Tag gelegten Heuschreckenphobie, für bekloppt zu erklären. Die doofen Schlitzaugen aus Taiwan haben doch garde eben die insolvente Handysparte von Siemens gekauft und noch eine Beschäftigungsgarantie oben drauf gelegt. Wer hätte da vermuten können das sie dies im Auftrag von Siemens taten und lediglich als Abwracker auftraten? Taiwanesen? Heuschrecken? Nie!
Klar das die genossen und Genossinnen da nur wenig Verständnis für Münteferings Phobien hatten. Kleiner gelber Freund heute, großer böser Abwracker morgen. Böse CDU heute, gute Koaliation morgen. So gehts bei den Sozis. Da wo der Wind her weht, da streckt man sein Näschen hin. Hauptsache mittendrin statt nur dabei.

Nun scheint eine solch wendige Linie den einen oder anderen Genossen derart verwirrt zu haben, dass diese mal eben die Partei gewechselt haben. Wie fängt man nun seine verwirrten Schäfchen wieder ein, dürfte sich die SPD aus Goch (?) gefragt haben als sie einen großartigen, sozialistisch korrekten, Web2.nulligen Plan schmiedeten. Man eröffnet ein Forum und verbirgt alle Inhalte hinter einem Login. Dann verlinkt man einfach mal ein paar Seiten, erzeugt ein paar Referer und hofft darauf das neugierige Webmaster dem Referer folgen. Prompt steht man dann vor dem Login und kommt nicht rein. Denn anmelden kann man sich nur, wenn man Mitglied bei den roten Brüdern vom Niederrhein ist.
Die einen sind nicht so neugierig und ziehen wieder ab. Die anderen treten der Partei bei um zu wissen was die Partei da so hinter verschlossenen Türen treibt. Und ganz andere wiederum, so wie ich, benutzen das Kontaktformular und fordern zur Löschung des Links auf.
Warum den Link löschen? Ja woher soll ich denn wissen was die da hinter ihren verschlossenen Toren mit dem Link zu meinem Blog (und vielleicht auch noch mit meinen Inhalten) an schwarz-roten Messen treiben? Vielleicht versuchen sie ja so eine Art Voodoo-Zauber und verhexen meinen Blog? Woher soll ich denn wissen was hinter der sozialen Fassade des ehrenamtlichen Forums sonst noch so an Werbung und dergleichen Unrat geschaltet ist. Vielleicht stehe ich ja auf der schwarzen Liste des roten Forums für gelbhassende Webmaster. Alles möglich.
Also wandte ich mich an das anonyme Kontaktformular und begründete meine Forderung zur Löschung des Links mit ein paar Sätzen. Bis jetzt dachte ich eigentlich das man das so macht. Also mal mit der Sprache rausrückt warum man von einem verschlossenem Forum nicht verlinkt werden möchte. Ich bekomm halt Pickel wenn ich im Dunstkreis von Peter Hartz IV und VW-Reisebüro als Link auftauche. Vor allem aber, wenn man sich großspurig “Know-How Sharing” auf die Fahnen schreibt um es dann doch nicht zu teilen.
Ja Sozialismus ist eine merkwürdige Sache. Sharing bedeutet im Sozialismus nämlich, dass die einen sich etwas nehmen und die anderen dann dumm in die Röhre gucken. Kennt man ja aus dem sozialistischen Ex-Bruderstaat DDR (derzeit offline).
Nun gut, ich bekam dann auch prompt Antwort vom sozialistischen Forums-Genossen Norbert Müschen (aka !!!!!11111elf-Nobby) welche mich als üblen Menschen und böswilligen Content-Sharing-Verweigerer und ganz dolle bösen Blogwelten-Abmahner hinstellte. Obendrein habe ich mit meiner Beschwerde auch noch die SPD in den Schmutz gezogen, den großen Kürbis beleidigt und ungerechtfertigterweise meine unendliche Undankbarkeit zum Ausdruck gebracht. Ja, ich gebe es zu. Ich hätte es nicht machen sollen. Wo die Genossen doch eh schon unter Mitglieder- und Know-How-Mangel leiden. Da kann ich doch nicht verlangen auch noch einen Link löschen zu lassen nur weil ich nicht weiß was die mit dem Link so alles anstellen. Ich Depp, ich Forums-Troll, ich Beschwerdeführer (Beta).
Aber waren es nicht grade die Genossen und Genossinnen die sich so bitterlich über missbrauchten Content beschwerten? So sehr, dass ihnen jedes Gegenmittel bis hin zur Content-Deaktivierung recht ist? Und sind es nicht die gleichen Genossen und Genossinnen die in ihrem (somewhere over the rainbow verlinkten) Impressum jedem Verlinker der Webseite alle erdenklichen virtuellen Haue androhen sofern sie mit der Verlinkung nicht einverstanden sind?
Ach ja, ich vergass. Prinzip Sozialismus. Alles gehört den Sozis, dem Plebs gehört nichts. Weder Links, noch Content, noch ein Recht auf irgendwas. Soll der gemeine Blog-Pöbel doch bitte schön endlich mal die Klappe halten und sich darüber freuen in einem geschlossenem parteiinternen Forum (händisch und persönlich auf Verträglichkeit der ausgebrachten Links und Inhalte geprüft. TÜFF-Zertifiziert!!!!!11111elf) freuen. Da soll doch bitte schön der gemeine Webmaster mal drauf vertrauen das die Sozis richtig sharen. Know-How sammeln und intern verteilen. Extern darf nur zuliefern, nicht mit sharen.

Und somit geht mein sozialistischer Gruß diese Woche an die Sozis vom Niederrhein:

Sehr verehrte Genossen und Genossinnen, liebe Neger Schlitzaugen.

Ganz in der Tradition unseres leider viel zu früh im Exil verstorbenen großen Staatsratsvorsitzenden Erich H., möchte ich euch zu der neuesten Sauhatz durch Kleinbloggersdorf beglückwünschen. Hallali, die Taiwanesische Handybausau ist tot.
So haben wir, die Sozialistische Blogfront Roter Pudel, durch feste geschlossene Reihen und mit wehenden Fahnen dem schlitzäugigen Taiwanesen gezeigt wo bei Siemens der Haken ist an dem er seine gelben Handys hängen kann. Lasst nun auch weiterhin Einigkeit vor Recht und Logik gehen, zeigt dem kapitalistisch-imperialistischen System der SPD-Vorstandmitgliederfreien Unternehmen wen sie gefälligst in Zukunft auf die Pimperreisen nach Südost-Asien schicken sollen. Wir, die Antikapitalistische Contentproduktionsgemeinschaft (CPG) Lisbeth Koschlowsky, fordern von den unfähigen Managern des Siemenskonzerns, Pauschalreisen in den Puff von Barcelona (Olé-Olé-Oléééé - Die SPD fährt [auf Kosten von Siemens] in den Puff nach Bazzellonnaaaaaaa).
Weiterhin fordern wir vom kapitalistischen System eine gerechtere Verteilung der Vorstandsposten und ein Mitspracherecht bei den Verkäufen von Unternehmensteilen an Südost-Asiatische Unternehmen. Wenn schon die gelbe Brut unsere maroden Firmen kauft, dann bitte schön die aus dem richtigen Urlaubsland. Es kann nicht sein, dass Taiwanesen … ich bitte sie liebe Genossen und Genossinnen, wer möchte schon zum Pimpern nach Taiwan? Also: Wir, die Aktionsfront Contentklau Roter Vollmond, wollen auch weiterhin mit dem Genossen Peter Hartz (IV) und dem koaliierten Beinahegenossen Christain Wulff an unsere gewohnten Sonnenstrände reisen.

Weiterhin möchte ich ihnen unser neues Mitgliederwerbeprogramm Roter Blitz vorstellen. Die von unserem Genossen Peter Hartz exzellent vorbereitete Reform der Behandlung von Arbeitsunwilligen war nur der erste Schritt im großen sozialistischen Fünfjahresplan zur stärkung der Mitgliederzahlen der SPD.
Nachdem nun erfolgreich die Arbeitsunwilligen aus den Fluren der Arbeitsämter auf die Flure der Jobcenter verschoben wurden, wir ihnen ebenso erfolgreich die Lebensgrundlage entzogen haben, treffen wir mehr und mehr den Alkohol missbrauchende Arbeitsunwillige in den örtlichen Vergnügungsanstalten an. Diesen ist nun nach Eintreten des Vollrausches ein leichter Schlag mit einem entsprechenden Schlagwerkzeug (Baseballschläger, Tischbein, 44er-Schraubenschlüssel) eine entsprechende finale Narkose zu verabreichen. Die so neu gewonnenen Genossen und Genossinnen werden umgehend auf Frachtkähne verbracht um sie bei Morgengrauen in Richtung Berlin zu transportieren. Dort angekommen, werden sie in Umerziehungslagern zu willigen Sozialpädagogen umerzogen und als Streetworker auf den Braunen Mopp, der derzeit im Osten leider doch überraschend erfolgreich ist, losgelassen.

Ich wünsche ihnen, sehr verehrte genossen und Genossinnen, hiermit ein fröhliches Contentklau, weiterhin eine erfolgreiche Sauhatz und allzeit einen flexiblen Wendehals. Nichts bleibt wie es ist, morgen sind wir schon wieder auf der anderen Seite.

Mit sozialistischen Gruß im Kampf gegen Logik, soziale Gerechtigkeit und aufmüpfigen Blogpöbel

Ihr Genosse IM Heuschrecke

Ralf

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