Neues vom Spocht

14. Juni 2009

Körper, du alte verfettete Dreckssau!

Ich komme so langsam in die Jahre, die nächste Dekade steht bereits vor der Tür. Neidisch blicke ich auf die Mitmenschen, die jetzt erst ihren 30. Geburtstag feiern und dennoch schon so tun als würde langsam die Welt beginnen unterzugehen. Sie wissen ja gar nicht was ihnen in den nächsten 10 Jahren noch alles so bevor steht.

Egal. Sie werden es noch merken. Ich habe zumindest nicht mehr lange bis ich im Kino aufgrund meines Alters einen günstigeren Eintritt bekomme. Und mit dem Alter wird man von Tag zu Tag zunehmend wunderlicher. Meine 3 Leser können dies quasi live hier im Blog mitverfolgen. Geistiger Verfall werden die einen sagen, fortschreitendes Alter sage ich und entschuldige damit bereits jetzt jeden meiner Tritte in Fettnäpfchen und den aus den glitschigen Füßen bedingten Ausrutschern. Alt werden kann auch so seine Vorteile haben.
Als Vertreter der rund 3-16 Millionen Singles in Deutschland bringt das Alter jedoch noch andere (merkwürdige) Erscheinungen mit sich. Mit 20 ist man jung und paarungswillig. Mit Ende 30 bis Anfang 40 kommt dieser Zustand merkwürdigerweise wieder zurück. Selbst dann, wenn die Chancen auf Paarung und Fortpflanzung bis dahin um den Faktor 700% gesunken sind. So wie bei mir in etwa.

Was war ich früher ein strammer Kerl. Berufsbedingt -ich war mal Landschaftsgärtner- war ich nicht nur jeden Tag viel und lange an der frischen Luft, was wiederum eine knackige Bräune bereits im Februar mit sich brachte, ich hatte auch viel Bewegung und quasi ein bezahltes Fitnesstraining. Eins unserer Mottos war “Schleppen & Scheppen1. Wir sind ja nicht zum Pause machen hier!“. Nun gut, es war vielmehr mein Motto als Vorarbeiter und Baustellenleiter, welches ich mantraartig meinen Untergebenen zur morgendlichen Aufmunterung eintrichterte. Jedoch lies es sich nicht immer vermeiden das auch ich unter den von mir selbst ausgegebenen Motto “leiden” und dementsprechend pausenlos schleppen & scheppen musste. Die Folgen waren kräftige Ober- und Unterarme sowie ein erkennbarer, wenn auch nicht voll ausgeprägter, Sixpack.
So kam es das sich die eine oder andere Kundin es sich nicht nehmen lies den knackig gebräunten Gärtnern, mit ihren nackten durchtrainierten Oberkörpern, in den Pausen ein wenig Gesellschaft zu leisten um Dinge zu besprechen, die offensichtlich keiner Besprechung benötigten. Vielleicht hatten sie aber auch einfach nur Langeweile.

Anbei ein ganz heißer Tipp von mir an alle Frauen die sich im Fitnessstudio für teuer Geld einen Knackarsch antrainieren wollen: Vergesst es. All die Po-Bauch-Beine-Übungen sind für’n Arsch. Also nicht für den Po in diesem Sinne, sondern für den Arsch im übertragenen Sinne von vollkommen unnütz. Es gibt nur eine Übung mit der man gleichzeitig und höchst effizient Po, Bauch und Beine trainiert: Schubkarre schieben! Nicht so Mädchen-Schubkarren wie man sie im Baumarkt bekommt. Ich meine richtige Männer-Schubkarren wie sie professionelle Landschaftsgärtner verwenden (min. 100 Liter Fassungsvermögen). Die dann mal richtig (!) voll scheppen (z.B. mit Hartkalksteinschotter) und einen Tag lang die volle Schubkarre immer schön den Berg rauf schieben. Mädels, macht das eine Woche lang täglich 8 Stunden und ihr könnt mit den Arschbacken Kokosnüsse knacken. Gilt übrigens auch für Männer.

Ich möchte an dieser Stelle nicht zu weit ausschweifen und somit vielleicht unbeabsichtigt ins Angeberische abdriften. Es sollte einfach mal klar sein das es Berufe gibt, deren Nebenwirkungen darin liegen das man abgesehen von einer gewissen körperlichen Fitness, auch noch die Kriterien für einen attraktiven Körperbau erfüllt, sofern die Betrachter dies als ihr Schönheitsideal empfinden.
Nach einer ungewöhnlich langen Winterpause und einem längeren Krankenhausaufenthalt nach einem schweren Verkehrsunfall sah die Lage, respektive die körperliche Attraktivität, allerdings schon ganz anders aus. Aufgrund des Verkehrsunfalles konnte ich nun meinen Beruf nicht weiter ausüben, was schon der Fitness nicht gerade zuträglich war. Schlimmer noch, in meinem neuen Beruf war ich eine Zeit lang auch noch für eine große Fastfoodkette unterwegs. Täglich tonnenweise Burger durch die Gegend fahren war sozusagen mein persönliches Waterloo in Sachen Fitness und Bauchumfang. Natürlich hatte ich auch bei dieser Aufgabe ein gewisses Pensum an Bewegung, dies glich jedoch in keinster Weise die durch Gratisessen verabreichten Kalorien aus.
Falsche Ernährung, ein Beruf mit zu wenig Bewegung und eine ganze Herde von inneren Schweinehunden gepaart mit einer unfallbedingten Behinderung haben dazu geführt das heute niemand mehr freiwillig oder länger als unbedingt nötig auf meinen Bauch starren würde. Vielleicht würde jemand doch noch starren, es ist dann aber nicht dieses begeisterte Starren. Sondern dieses “Es ist so schrecklich das ich gar nicht wegschauen kann” Starren. Solch ein Starren wie man es bekommt, wenn man auf der Straße ein überfahrenes Tier sieht und nicht mehr wegschauen kann. Gruselstarren könnte man es nennen. Egal. Unbefriedigend auf alle Fälle.
Die einzige Sportart die ich in den letzten Jahren betrieb, war das Extreme-Couching. Fast wäre es dazu gekommen das ich mir eine Profi-Couch mit eingebautem Bett zugelegt hätte. Dann hätte ich mich selbst zum Schlafen nicht mehr von der Couch erheben müssen. Das wäre dann nicht nur mein Waterloo gewesen, ich hätte es besser als Apokalypse bezeichnen können. Nur mit weniger Bum und Bäng.

Der derzeitige Status sieht jetzt in etwa so aus: Die Hosen trage ich in zwei Positionen. Entweder der Hosenbund wird vom Bauch so weit runter geschoben das die Hose knapp über der Schambehaarung sitzt. Oder der Hosenbund rutscht über den Bauch hinweg bis er knapp unter den Achseln zum Stillstand kommt. Beides weder sehr ansehnlich noch wirklich bequem. Manch ein anderer wird meine 90cm Bauchumfang nicht als wirklich bedrohlich ansehen. Ich habe aber bereits jetzt schon das Gefühl als hätte ich Spiegeleier2.
Auch von der knackigen Bräune die ich sonst immer bereits Mitte Februar vorweisen konnte ist nicht viel geblieben. Hätten die im Krankenhaus wenigstens ein Solarium gehabt, ich hätte nach den 6 Monaten die ich dort und in der Reha verbracht hatte nicht wie ein unförmiges Stück Ziegenkäse ausgesehen. Wenn ich in der Reha auch nur 5 Minuten regungslos auf einer Liege lag, kam direkt jemand und wollte mich in die Leichenhalle schieben weil er dachte das dieses Kalkweiße an mir auf ein vorzeitiges Ableben hindeutete. Sicherlich bin ich nicht scharf darauf als das nächste Roberto Blanco Double entdeckt zu werden. Allerdings jedesmal gefragt zu werden ob es einem gut geht, man sähe so blass aus, nervt mit der Zeit auch.
Seitdem ich beruflich wieder aktiv bin, hat sich das mit der Körperbräune natürlich ein wenig gebessert. Eigentlich hat es sich nicht wirklich gebessert. Es hat sich irgendwie verschlimmbessert. Um es mal auf den Punkt zu bringen: Mein linker Unterarm könnte als Roberto Blanco Double durchgehen, der Rest ist weiterhin so ziegenkäsig wie bisher. Und das sieht schon ein wenig merkwürdig aus, selbst wenn ich bekleidet bin. Eine teilweise Lösung des Problems wäre mal eine Zeit lang ein rechtsgelenktes Fahrzeug zu fahren damit auch der rechte Unterarm etwas Farbe abbekommt. Dies wäre aber nur möglich, wenn ich nach England (o.dgl.) umziehe oder ein Kehrwagen mit Rechtslenkung fahren würde. Und damit löst sich das Problem ja auch nicht, es verlagert sich lediglich von links nach rechts.

Kurz gesagt: Ich fühle mich wie Mozzarella. Kugelrund, kalkweiß und mit zu hohen Fettanteil.

Damit könnte man leben. Ich wäre ja nicht der einzige in diesem Land. Ich wäre sogar quasi Mitglied in einer relativ großen Gemeinschaft. Aber jetzt kommt das Alter ins Spiel. Ab Ende 30 macht man(n) merkwürdige Dinge die man niemanden erklären muss, zu denen man sich aber irgendwie durch einen inneren Zwang berufen fühlt.
Ich.Mache. Spocht! Und zwar ab jetzt (also seit heute) und regelmäßig. Ohne Ausreden. Ohne vorgeschobene Argumente. Ohne Gnade mit mir selber.
Bis jetzt hatte mein innerer Schweinehund gutes Futter. Aufgrund der Knieverletzung fielen Sportarten wie Joggen oder intensives Radfahren aus. Bewege ich mein Knie, hört es sich an als würde der Schweinehund einen Haufen Knochen zertrümmern. Ein Knirschen und Knacksen ohne Ende. Manchmal habe ich Angst das Knie würde sich bei der nächsten Bewegung pulverisieren und der Unterschenkel anschließend schlaff herumbaumeln. Mit dieser Geräuschkulisse im Hintergrund ist es natürlich einfach sich jedweder Bewegung zu entziehen. Zudem fehlt mir von Geburt an eine Bandscheibe, so dass ich auch bei Extremsportarten wie Tunier-Schach oder Extreme-Window-Coloring eine gute Ausrede gehabt hätte nicht daran teil zu nehmen. Sollte mir jetzt jemand mit Schwimmen in den Morgenstunden kommen, ich bin Nichtschwimmer. Das schon seit 39 Jahren und bisher bin ich in keine Situation geraten wo ich aufgrund meiner Nichtschwimmerei Angst hätte haben müssen. Immerhin wohne ich nicht an der Küste, sondern beinahe auf einem Berg. Somit sind Überschwemmungen hier die absolute Ausnahme. Selbst wenn ich mal in die Situation kommen sollte das ich in mehr als knietiefes Wasser gerate, als lebloses Treibgut mache ich bestimmt eine bessere Figur denn als Flipper-Double.

Gründe gibt es also viele weshalb ich keine der bekannten Volkssportarten (Schwimmen, Joggen, Radfahren, Fußball, Lesen, Reiten, usw.) betreiben kann. Was ja auf der anderen Seite nicht bedeutet das ich so rein gar nichts mehr machen könnte. Noch sitze ich nicht sabbernd im Rollstuhl. Wobei Rolli-Basketball dann ja … ach lassen wir das.
Es galt also zwei Probleme zu überwinden. Zum einen eine geeignete “Sportart” finden. Und zum anderen etwas das den inneren Schweinehund effektiv bekämpft. Fündig geworden bin ich eher durch Zufall im Internet als ich meine Bookmarks aufgeräumt hatte. One Hundred Push-Ups3 und Two Hundred Sit-Ups sind zwei Webseiten die einem zeigen sollen wie man es binnen 6 Wochen schafft 100 Liegestütz bzw. 200 Rumpfheben4 hin zu bekommen. Dazu gibt es dann passenderweise eine weitere Webseite die die Trainingserfolge (oder Misserfolge) dokumentiert und sogar bei Twitter veröffentlicht.
Im Grunde genommen ist das genau das richtige für mich. Bewegung für die ich so schnell keine Ausrede finde weshalb ich sie nicht machen kann. Und ein wenig “öffentlicher Druck” der den inneren Schweinehund bekämpft. Zusätzlich erhoffe ich mir, dass meine Raucherei deutlich zurück geht. Im optimalsten Fall dann in 6 bis 7 Wochen vielleicht sogar der Status Nichtraucher erreicht ist. Da mache ich mir allerdings nicht all zu große Hoffnungen, es wäre doch ein wenig zu viel gehofft und etwas zu hoch gegriffen. Wobei es dafür wahrscheinlich auch wieder eine Webseite gibt die dies dann öffentlich dokumentiert und so weiter.

Nun würde ich ja noch fragen ob einer meiner drei Leser bereit wäre sich mir anzuschließen und ebenfalls wenig bis keine Hemmungen hat sich durch seine sportlichen Misserfolge öffentlich lächerlich zu machen. Aber ich denke mal das sie alle noch nicht in diesem fortgeschrittene Alter sind wo es zum täglichen Brot wird durch merkwürdige Betätigungen auffällig zu werden. Oder sie haben halt etwas besseres zu tun. Oder sind vom Schicksal nicht so hart gestraft worden und haben eben nicht das Aussehen einer Mozzarella-Kugel. Oder es ist ihnen schlichtweg scheißegal, was ja auch eine Option wäre.

Ich mach jetzt mal Spocht. Wenn ihr in den nächsten 6 Wochen nichts mehr von mir lest, Härzinfarcht. Dann schickt einen Kranz oder Blumen.


1 Scheppen: Slangausdruck im Ruhrpott für die Arbeit an der Schaufel (Schüppe)
2 Spiegeleier: Wenn der Mann seine Hoden nur noch im Spiegel sehen kann.
3 Wer jetzt bei 100 Push-Ups an was anderes als Sport gedacht hat, der braucht sich nicht zu schämen. Ich habe mir die Seite wahrscheinlich aus dem gleichen Grund gebookmarkt.
4 Rumpfheben ist tatsächlich die deutsche Bezeichnung für Sit-Ups.

Ralf

Es existieren 12 Kommentare für diesen Eintrag:

1
gerd schrieb:

Oje. Die Disziplin hab ich nicht. Ich drück die Daumen, alles Gute!

Ich mach zwar auch “regelmäßig” Gymnastik wegen Knie und Rücken (ich kenn mittlerweile kaum einen ohne Stress bei diesen Themen) aber sobald der Schmerz nachlässt, lässt auch meine Disziplin nach…

2

[...] “Hundebesitzer” dieser Art bin, konnte ich jetzt bei Ralf lesen, der ebenfalls noch mit der Erziehung des Tieres kämpft. Er sucht Leidensgenossen – vielleicht schliesse ich mich [...]

3
Marco schrieb:

Hmm, gehöre ich zu den 3 Lesern?
Vielleicht mache ich mit …

4
Melody schrieb:

Leute, wir sind ja zu viert! Also als Leser. Öffentlichen Sportabgleich muss ich momentan nicht probieren, zu frustig :-)

5
Kiki schrieb:

*meld* Hier ist Leser No. 5, danke für den hinreißenden Eintrag. Spocht ist Mochd, darum beschränke ich mich auf Golfschläger und Skateboards. Aber viel Erfolg! (Den Tipp mit der Schubkarre hab’ ich mal im Geiste mit einem Lesezeichen belegt.)

6
Marco schrieb:

Die Seiten gibt es auch in einer deutschen Version (falls man des englischen nicht so mächtig ist:
http://www.100liegestuetze.de/

http://www.200situps.de/

7
Maik schrieb:

Tja Ralf,

ich könnte jetzt soviel zu Deinem Text schreiben, z.B. das ich genau weiss, wie Du Dich fühlst und es mir ähnlich (nicht genauso) ergeht.
Aber das würde mich um diese Zeit (23.06 Uhr) zu sehr aufwühlen, so das ich eine schlaflose Nacht vor mir hätte.

Deshalb verdränge ich jetzt diese bösen Gedanken und greife lieber in die neben mir stehende Chipstüte…

8
Ralf schrieb:

@Gerd: Ich hoffe mal das die “Öffentlichkeit” in der ich den Spocht mache ein wenig die fehlende Disziplin ersetzt. Ansonsten sind es bei mir auch chronische Rückenschmerzen, knirschende Knie und akute Kurzatmigkeit die mich dazu treiben mich so zu quälen.

@Marco: “Ein Vielleicht gibt es nicht. Entweder tun wirst du es oder nicht tun wirst du es” (frei nach Meister Yoda). Danke übrigens für die Links. Ich dachte schon ich müsste das selber übersetzen um andere zu animieren mit zu machen.
Hypertonie hatte ich auch mal. Sinnloses Aufregen hat den Blutdruck gepusht und geholfen ;)

@Melody: Ich dachte schon ihr hättet erfolgreich an einem kleinen Bruder für die kleine Tochter gearbeitet. Denn auch wenn Marco ein netter Typ ist, trotzdem zählt er (und sein Pingback) nicht doppelt ;)

@Kiki: Hattest du dir nicht ein neues Fahrrad gekauft?? Danke für den Tweet, hat ja den einen oder anderen her gebracht. Es dürften jetzt rund 3,5 Leser sein :)

@Maik: du weist das du wegen Übergewicht abgemahnt werden kannst weil dann die Zuladung drastisch sinkt!? :D Überleg dir das mit der Chipstüte nochmal bevor du noch einen 3-Achs-Sattel brauchst.

9
Ronnie schrieb:

Ha, noch ein Leser. Mir geht es ähnlich Ralf. Seit ich diesen Bürojob habe, sind es ca. 10 – 15 kg mehr auf der Waage. Die meisten Hosen passen nicht mehr, im sitzen fühlt sich der Bauch wie ein Fremdkörper an. Als ich am Wochenende mal seit langem wieder Fahrrad gefahren bin, fühlten sich die Knie an, als könnte sie in jede Richtung beugen.

Du hast mich gerade ziemlich nachdenklich gemacht und da bin ich gerade mal 30… Ohje…

10
mark793 schrieb:

Hm, interessantes Projekt. Da ich gerade die 100-Kilo-Marke knapp überschritten habe, ist bei mir auch der Punkt erreicht, an dem ich mir Gegenmaßnahmen verordnet habe.

Angefangen habe ich mit einer wöchentlichen Kilometervorgabe mit dem Fahrrad und dem weglassen des Süßkrams, mit dem ich immer noch (nach viereinhalb Jahren) das Nichtmehrrauchen irgendwie kompensiere. Liegestütze und Situps stehen auch auf meiner Liste, aber ob ich mir diese 100er-Nummer wirklich geben will, da muss ich mal noch in mich gehen. Mehr als 50-60 Liegestütze habe ich ohne Not auch zu Bundeswehrzeiten nicht hintereinander abgedrückt, und damals war ich so ziemlich auf dem Peak meiner allgemeinen körperlichen Fitness.

11
Ralf schrieb:

Wenn man sich mal die Mitgliederliste beim PushUp Logger anschaut, ist die Absprungrate doch sehr hoch. Knapp 3,5% derjenigen die das Programm begonnen haben, würden nach dieser Liste, es auch bis zum Ende durchhalten.
Aber man muss ja eigentlich auch gar nicht 100 Liegestütze oder 200 Situps schaffen, das ist wohl eher das Ziel für die Ehrgeizigen. Aber es wäre ja zumindest für mich schon mal ein Fortschritt regelmäßig mehr als 30-40 Liegestütze zu machen. Ich denke auch das 100 Liegestütze eher eine Frage der Technik denn der Kondition sind.

Mit dem Rauchen aufhören ist bei mir schon länger ein Thema. Ich werde allerdings eher 500 Liegestützen schaffen als mit dem Rauchen aufzuhören. Und selbst wenn ich es schaffe das Rauchen an den Nagel zu hängen, werde ich wahrscheinlich an den Nebenwirkungen (Streß, Süßkram, übermäßiges Essen) langsam aber sicher sterben.

Mir fehlt definitiv eine treibende Kraft die mich z.B. zum Picknick mit dem Fahrrad raus scheucht. Von daher ist es schon ganz praktisch wenn man ein wenig unter “öffentlicher Beobachtung” steht. Und das der eine oder andere ein wenig nachdenklich geworden ist, zeigt ja das ich mit meinen Überlegungen nicht ganz so falsch lag.

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mark793 schrieb:

Ja, definitiv. Und wer wollte bestreiten, dass Liegestütze eine gute Sache sind. Ich möchte auch wieder in den Bereich kommen, wo 50 ohne großes Gewürge gehen, und wenn das länger als zwei Monate dauert, what shalls. Ich will auch nicht alle zwei, drei Tage mit Schmerzen und Muskelkater rumlaufen. Ich merk die 10, die ich gestern mit Müh und Not gemacht habe, um mal zu gucken, wo ich stehe, heute immer noch sehr deutlich.

Aber genug gejammert. Das mit dem Rauchen aufhören, tja, ohne den Anreiz der Geburt meiner Tochter hätte ich mich der Mühsal wahrscheinlich nicht unterzogen. Wobei ich mir schon früher ziemlich sicher war, dass es zu schaffen ist, wenngleich man ehrlicherweise sagen muss: Es bleibt doch eine Daueranstrengung – oder zumindest habe ich das Suchtprogramm nach viereinhalb Jahren noch nicht ganz raus aus dem Arbeitsspeicher. Vielleicht wirds erst dann wieder so richtig gefährlich, wenn man denkt, jetzt hätte man es wirklich los, und da könnte man doch ruhig mal eine…