Sommermߤrchen – Die Nachlese
15. März 2007Ich weiß das ich mit manchen Themen etwas spät dran bin. Aber ich kann ja auch nix dafür das ich erst jetzt auf die Webseite 11 Designer (via Werbeblogger) aufmerksam geworden bin.
11 Designer sollte wohl so etwas wie eine Gegenoffensive, quasi eine Anti-Goleo-Kampgane, werden, die aber aus unerfindlichen Gründen wenig bis gar keine Beachtung erhielt. Wahrscheinlich hat man die Webseite 3 Tage nach dem Launch einfach vergessen, weswegen sie jetzt immer noch online ist. Warum man sie vergessen hat, wird ganz schnell klar wenn man sich die “Gegenentwürfe” quasi im Bild mal anbetrachtet. Ich fasse das ganze kurz wörtlich zusammen.
- Uwe Loesch – Radikal wenig. Gefällt mir eigentlich. Aber das Motiv erinnert mich dann doch zu sehr an diese Kampagne was wiederum unweigerlich zu einer gewissen Assoziation mit Erdbeer-Banane-Geschmack führt. Gummi, ja bitte. Aber die Pille auf dem Platz sollte schon aus Leder sein.
- Integral Ruedi Baur – Keith Hearings Geist wandelt immer noch wie ein Untoter durch die Welt der Grafiker. Dieses PopArt ist zwar schön Retro, aber nicht wirklich 2006.
- Die Gestalten – Der Einzige Entwurf mit dem ich mich anfreunden kann.
- Büro Uebele – Animierte Logos mit Musikberieselung. Da wird mir Übele. Der Grafiker ist wohl auf dem letzten Wiener Opernball beim Koksen eingepennt und erst kurz vor 2006 plötzlich wieder wach geworden. So groß kann keine Kappe sein das man dort einen Countdown inkl. dieses merkwürdige Buchstabengewusel unterbringen könnte. 6! Setzen und weiter pennen.
- Factor Design – Name ist Programm, wah!? Wenn bei euch die Bilder im Kopf entstehen, wozu braucht man dann noch ein Designbüro wie Factor Design? Ehrlich gesagt kann man auf solche Logos verzichten ohne etwas ernsthaft zu vermissen.
- cyan – Wäre der Name des Designbüros Magenta, würde sich so manches von alleine erklären. Die Älteren unter uns werden sich sicher noch an die frühen 80er erinnern. Damals (!) als man mit so bescheurten Brillen -ein Glas rot, das andere grün- im Kino saß und versuchte 3D-Bilder zu erkennen die sich am Ende dann doch nur als verwaschener Schwarzweißfilm heraus stellten. Die Zahl der Augenerkrankungen stieg in dieser Zeit rapide an, während die Filme aufgrund ihrer Unverträglichkeit recht schnell wieder vom Markt verschwanden. Damit ist wohl auch alles zu diesem Logo gesagt was gesagt werden kann.
- moniteurs – Das haben sie bei der Nelly geklaut. Diese Schweine!
Nein mal im Ernst. Gras kann man rauchen. Aber als Logo ist es nur noch in der Milchindustrie verwertbar. - ade hauser lacour – Was ist das? Die Lottozahlen im Sportteil der Bild? 11-13-10 Zusatzzahl 06.
Ja so blöd wie die beiden Spieler auf dem Foto gucken, habe ich auch geguckt als ich das Logo sah. Adé hauser&lacour. - Hesse Design – Erbarme, die Hesse gommä. Usw.Usf. Das auf dem Logo ist übrigens der Abdruck den Oliver Kahn im Rasen hinterlässt, nachdem er mit dem Moppelchen Ronaldo zusammengestoßen ist. Flatsch, weg war der Olli. Und das Logo hoffentlich auch.
- nowakteufelknyrim – Noch einmal Animation. So unaussprechlich wie der Name, ist das was man beim Betrachten dieses Logos empfindet. Schönen Gruß an die Diddle Maus. Herzliche Grüße vom so eben verstorbenem Geschmackszentrum.
- Fons Hickman m23 – Es handelt sich doch wohl nicht um den Blogbekannten Fonsi aus der Sesamstraße? Oder!? Also mal ganz ehrlich, Grün ist ja schön. Aber Grün ist angeblich auch die letzte Farbe die das menschliche Auge kurz vor der Erblindung wahrnehmen kann. Und kurz vor dem Erblinden ist man, wenn man einmal einen kurzen Blick auf dieses Machwerk des Typografisatans wirft. Das was da aussieht wie ein Sehtest beim Optiker, sollte tatsächlich als Logo für die WM her halten. Das wäre ein Spaß gewesen wenn die Fans vor den Plakaten stehen und laut vorlesen: »Ess-Tee-Eh-Ärr … und dat da rechts kann ich nich mehr erkennen Herr Doktor«
So gesehen haben wir mit diesem hosenlosen Löwenverschnitt echt Glück gehabt. Wie man oben zehnfach sehen kann, sogar verdammt viel Glück gehabt.

