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16. März 2007Aufgrund eines akuten Ernährungsnotstandes, der sich durch hörbare Hungergefühle bemerkbar machte, kehrte ich heute einmal bei Herrn und Frau Li* ein. Herr und Frau Li sind ihres Zeichens Inhaber und Betreiber eines chinesischen Fastfood-Restaurants, welches vorzügliche Gebratene Nudeln mit Hühnerfleisch herstellt.
Aufgrund mehrfacher exakter Observationen des Herrn Li bei seinen Handlungen hinter dem Tresen, in der offen einsehbaren Küche, kann ich mit Bestimmtheit sagen, dass Herr Li die Nudeln nie und nimmer jemals auch nur ansatzweise anbraten würde. Herr Li begnügt sich damit die vorgekochten Nudeln in einem asiatischem Kochgefäß kurz zu erhitzen und diesen dann mittels einer zähen braunen Soße den äußerlichen Anschein zu verpassen als hätten sie noch vor kurzem innigen Kontakt mit heißem Öl und einem Pfannenboden.
Einerseits ist die ölarme Zubereitungsmethode des Herrn Li ein Plus für meinem mittlerweile kürbisförmigen Körperbau. Auf der anderen Seite hingegen hege ich gegen Herrn Li den dringenden Verdacht, dass er vor seiner Ausreise aus dem Reich der Mitte so eine Art promovierter Giftmischer war. Dieser Verdacht wird dadurch bekräftigt, als das Herr Li mir bei einem meiner vorherigen Besuche des chinesischen Fastfood-Restaurants eine rötliche mit kleinen hellen Körnern versetzte Paste in das Essen mischte, welche zwar verlässlich alle Hämorriden abtötete und Neuansiedlungen solcher zuverlässig verhinderte. Aber im Gegenzug sowohl sichtbare Schäden am Badezimmerporzellan verursachte, als auch für spürbare Schmerzen beim Stuhlgang im gesamten Bereich des Anus und seiner ihn umgebenden Muskulatur sorgte.
Um einen neuerlichen Vorfall dieser Art zu vermeiden, der immerhin bis zu 3 Tagen anhalten kann, bat ich Herrn Li, die Speise meiner Wahl eben nicht mit dieser hoch brisanten Paste zu würzen. So vergewisserte ich mich, wie vom Dönerschnitzer auf der gegenüberliegenden Straßenseite gewohnt, mit dem Standardsatz für Mitteleuropäer die bereit sind sich den Genüssen des Nahen und Fernen Ostens hinzugeben: »Aber ohne scharf?«
Herr Li antwortete mit einem Lächeln und bestätigte mir: »Ja, ohne Schaf. Nur Huhn. Wir nur Huhn, Rind und Schwein. Schaf drüben beim Türken.«
Ich hasse die Globalisierung.
Dazu passend die WWM-Gewinnfrage der Woche:
Herr und Frau Li, ihres Zeichens Inhaber und Betreiber eines chinesischen Fastfood-Restaurants, handeln im Auftrag und auf Rechnung …
a) … von Trigami
b) … der Triaden
c) … von Trigema
d) … Tri-Tra-Trullala


WWM? Welt der Wagemütigen Mägen?
e) … der Triatlethen (mit dem Iron Man Stomach)
Welt der Wundersamen Mahlzeiten.
Demnächst hier auf diesem Kanal: WWW – Welt der Wundersamen Waschstraßen.