Hurra! Ich lebe noch

07. Oktober 2007

Es ist inzwischen keine Selbstverständlichkeit mehr das ich mit heiler Haut abends nach Hause komme. Der Grund dafür ist, dass ich in der letzten Woche fast täglich die A44 Richtung Kassel und anschließend über die A7 Richtung Göttingen fahren musste. Aber auch die andere Richtung, A7 von Göttingen dann A44 Richtung Dortmund sind nicht ohne.
Ich fahre selten eine Strecke auf der die Autofahrer so frei drehen wie auf der A44. Ganz besonders morgens, wenn es noch dunkel ist, scheinen die Autofahrer da irgend etwas im Kaffee gehabt zu haben. Nehmen wir mal zum Beispiel die Lichthupe.
LKW-Fahrer benutzen die Lichthupe als Hilfsmittel. Wenn sich zwei LKWs überholen, ist es für den überholenden nicht ganz einfach abzuschätzen wann er vorbei ist und gefahrlos wieder einscheren kann. Ich bin da ein wenig im Vorteil da ich eine Heckkamera habe die wie ein Dritter Außenspiegel einsetzbar ist und ich somit ganz genau sehen kann wann ich vorbei bin.

So ein 40 Tonner ist gut 20 Meter lang und hat nur zwei kleine Funzeln am Heck (Positionsleuchten) die andeuten wo der LKW zu ende ist. Regnet es und ist es dazu noch dunkel, wird es schon schwer im Rückspiegel zu erkennen ob man nun schon am anderen LKW vorbei ist oder nicht. LKW-Fahrer sind in der Regel aber kooperativ und helfen sich beim Überholen. Das Minimum an Hilfe besteht darin, kurz die Lichthupe zu betätigen und dem überholenden LKW zu signalisieren das er vorbei ist und gefahrlos einscheren kann. Manchmal dauert so ein Überholvorgang auch etwas länger und man kann ja als Fahrer nicht ständig in den Rückspiegel schauen. Von daher ist es meistens mehr als nur eine nette Geste wenn der LKW, der überholt wird, die Lichthupe betätigt. Es ist zum Teil auch reiner Selbstschutz. Wer will schon das dass Heck eines anderen LKW an die eigene Fahrertür klopft.

Wozu PKW-Fahrer die Lichthupe benutzen dürfte klar sein. Um Frust abzubauen, sich den Weg frei zu beamen, andere Kraftfahrer (sowohl PKW- als auch LKW-Fahrer) zu terrorisieren oder einfach nur so aus Spaß ohne jeden Sinn und Verstand.
Auf der A44 ist es besonders häufig zu beobachten das PKW-Fahrer mal lustig die Lichthupe betätigen wenn sie hinter einem LKW her fahren müssen weil der gerade einen anderen überholt. Da spielt der Abstand zum LKW absolut keine Rolle. Ob das nun 2 Kilometer, 200 Meter oder auch mal nur 2 Meter sind, ist den PKW-Fahrern völlig wurscht. Offensichtlich denken sie, dass es reicht in 2 Kilometern Entfernung ein paar mal die Lichthupe zu betätigen damit ein LKW den gerade begonnen Überholvorgang sofort abbricht und sie ungestört weiterhin mit ihren 180 Sachen die Autobahn runter brettern können. Das es einen LKW-Fahrer irgendwie so rein gar nicht stört ob da am Horizont hinter ihm irgend etwas aufblinzelt oder nicht, stört die PKW-Fahrer nicht. Es wird munter Gebrauch von der Lichthupe gemacht, in der wagen Hoffnung eines Tages doch mal Erfolg zu haben.
Sicherlich wäre es wesentlich schlauer anstatt die Lichthupe einfach den Bleifuß mal vom Pedal zu nehmen. Denn dann würde der PKW erst dann den LKW erreichen, wenn dieser den Überholvorgang schon abgeschlossen hat. Aber wo gibt es schon halbwegs intelligente PKW-Fahrer? Also die sind nun wirklich eine äußerst seltene Spezies.

Erst letztens hatte ich also so einen Halbstarken mit leuchtkräftigen Scheinwerfern und schweren Bleifuß. Kaum wurde ich von einem Hängerzug (Länge ca. 20 Meter, Gewicht ca. 40 Tonnen) überholt, blitzte es auch schon hinter mir am Horizont auf. Nur wenige Sekunden später blitzte es wieder auf. Und kurz darauf schon wieder. Ein Blaulicht, welches diese intensive Nutzung der Lichthupe ggf. hätte berechtigen können, war hingegen nicht zu sehen.
Was hingegen kurze Zeit später zu sehen war, war ein dunkler Mittelklasse-PKW der keine 2 Meter hinter dem Hängerzug klebte und irgendwie nervös wirkte. Nun sind 2 Meter Sicherheitsabstand schon nicht wirklich schlau. Und auch eiliges Rasen bringt niemanden schneller ans Ziel wenn vor einem ein unverrückbares Hindernis seine Bahnen zieht. Aber was der PKW-Fahrer dann tat, war fast sein Todesurteil. Erst zog er nach links, dann zog er extrem weit nach rechts bis er mich fast rammte. Wohl ein wenig darüber verärgert das er seine Todesfahrt nicht ungehindert fortsetzen konnte, betätigte er die Lichthupe.
Es geschah was sich leicht hätte verhindern lassen. Der Fahrer des Hängerzuges dachte wohl ich hätte die Lichthupe betätigt und ihm signalisiert das er einscheren kann. Vielleicht war er noch nicht ganz wach oder hatte einfach instinktiv reagiert. Vielleicht wollte er auch einfach nur den hypernervösen Halbstarken hinter sich ärgern. Egal was es war, er zog stramm nach rechts obwohl sein Heck kaum mein Fahrerhaus passiert hatte.
Was man, oder zumindest ich, in so einer Situation dann macht, ist rein instinktiv. Vollbremsung und Ausweichmanöver nach links. Dazu Abstützen mit den Händen an den Lenkradspeichen, was bei meinem LKW die Hupe auslöst. Der Hängerzugfahrer bemerkte daraufhin wohl das es keine so gute Idee war die Spur zu wechseln und zog ebenfalls ruckartig wieder nach links.
Nun hatte der leuchtkräftige Halbstarke ein ernst zu nehmendes Problem. Vor ihm ein 40 Tonnen Hängerzug der panisch bremste weil er nicht wusste was los war. Und rechts neben ihm ein Sattelschlepper der ebenfalls panisch bremsend auf ihn zu kam. Ich kann mir nicht vorstellen das es irgend einen Menschen auf diesen Planeten gibt der da gelassen bleibt wenn rechts neben ihn qualmende Reifen auf ihn zugesteuert kommen. Auch unser leuchtkräftige Halbstarke hatte nicht diese Nerven und machte ebenfalls eine Vollbremsung. Sein und in gewisser Weise auch mein Glück. Andererseits hätte ich ihm seinen Mitteklasseschlitten so in die Leitplanken gedrückt, dass von ihm als Fahrer nicht viel mehr als ein Häufchen blutiges Hackfleisch übrig geblieben wäre.

Nun befand ich mich dank Vollbremsung hinter dem Hängerzug und machte meinem Unmut über sein voreiliges Manöver die Spur zu wechseln mittels Lichthupe Luft. Der Hängerzugfahrer hatte sich inzwischen auch wieder gefangen seinen Fehler erkannt und zog langsam auf die rechte Spur. Alleine der halbstarke Vollhonk hinter mir war nicht von seinem Vorhaben, sich das Leben zu nehmen, abzubringen. Er betätigte nun die Lichthupe noch heftiger und häufiger als vorher.
Da ich um einiges leichter als der 40 Tonner war, konnte ich diesen nun gemütlich einholen, drosselte in Höhe seines Führerhauses das Tempo und schaute rüber. Dort ging die Innenbeleuchtung an und ich sah einen relativ jungen Fahrer der noch sichtlich von dem Vorfall gezeichnet war. Ich schaltete ebenfalls die Innenbeleuchtung ein und deutete ihm per Handzeichen an das er es erst mal ganz ruhig angehen lassen sollte. In unseren Rückspiegeln konnten wir nun sehen wie der halbstarke Vollhonk ein wahres Feuerwerk an Lichttechnik entfachte. Neben Lichthupe benutzte er nun auch noch wahlweise Blinker links und Blinker rechts.
Mal davon abgesehen das der Vollhonk soeben beinahe einen schweren Unfall mit zwei LKWs provoziert hatte, wird mir sowas auf Dauer einfach zu blöd. Also geht als erstes einmal die Nebelschlußleuchte an. Auf einer geschätzten Entfernung von 2-3 Metern zeigt sie in der Regel ihre Wirkung und man kann seinen Überholvorgang in Ruhe beenden. Bei dem halbstarken Vollhonk zeigte sie nur kurz Wirkung. Ich war an dem Hängerzug noch nicht ganz vorbei, da ging das Leuchtgewitter hinter mir schon wieder los. Jetzt war ich vollends sauer und latschte als erste Maßnahme mal satt auf die Bremse. Als zweite Maßnahme schaltete ich meine Arbeitsschscheinwerfer ein. Das sind zwei nette kleine Leuchten die dazu dienen beim Abladen den Bereich hinter dem LKW taghell auszuleuchten. Sicherlich ist es nicht erlaubt die Dinger während der Fahrt einzuschalten. Normalerweise ist es auch nicht vorgesehen das sie während der Fahrt eingeschaltet werden. Aber hier ging es aus meiner Sicht um Leib und Leben. Für mich war das Notwehr. Nichts anderes.
Immerhin konnte ich nun den Überholvorgang zu ende bringen. Allerdings zeichnete sich nun bereits ab das der Hängerzug wieder an mir vorbei wollte. Wenn er vorher schon schneller war, wird er es nun auch wieder sein. Und kaum hatte ich wieder eingeschert, setzte er den Blinker und zog raus. Die Bahn hinter uns war frei. Es war kein Fahrzeug zu sehen, keine Scheinwerfer, nichts was darauf hindeutete das dort jemand mit höherer Geschwindigkeit hätte überholen wollen. Was ich dann erlebte war aber schon kriminell. Der halbstarke Vollhonk hatte tatsächlich sein Licht ausgeschaltet und wollte noch überholen. Klar das er abermals zwischen Leitplanke und LKW geriet als der Hängerzug ausscherte. Klar das der Vollhonk der übrigen Welt die Schuld an seinem verpfuschten Leben gab. Klar das er abermals intensiv Gebrauch von der Lichthupe machte bis zu dem Punkt wo er mit ständig eingeschaltetem Fernlicht fuhr. Zum Glück ließ sich der Hängerzugfahrer nun nicht mehr irritieren und zog seelenruhig seine Bahnen.
Was danach folgte ist Truckeralltag. Irgendwann schaffte der Vollhonk es dann doch noch uns beide zu überholen und versuchte krampfhaft einen von uns beiden auszubremsen.
Sein Pech das weder der Hängerzugfahrer noch ich mich auf dieses dämliche Spielchen einließen und wir ungebremst weiter fuhren. Ich habe absolut kein Problem damit solchen Menschen meine Stoßstange in ihr Heck zu rammen. Im Falle eines Unfalles wäre ich nämlich mal sehr gespannt darauf, wie der Vollhonk dem Richter erklären will warum er auf freier Strecke 1 Meter vor einem LKW eine Vollbremsung hinlegt.
Eine Frage stellt sich mir allerdings noch. Ich bin selber früher schnelle und sehr schnelle Autos gefahren. Ich habe die Endgeschwindigkeit meiner Autos auch mehr als einmal ausgenutzt. Was ich jedoch nie getan habe, ist die Lichthupe einzusetzten. Weder damals noch heute konnte ich den Sinn darin erkennen die Lichthupe zu betätigen wenn man schnell fahren will. Ich bin immer schneller voran gekommen wenn ich einfach mal kurz den Fuß vom Gaspedal genommen hatte. Niemand fühlte sich provoziert und die meisten zogen auch recht zügig wieder rechts rüber.
Gut, ich gebe es zu. Auch ich hatte anfangs den einen oder anderen angeblinkt wenn er “vergessen” hatte das es mehr als nur die eine Spur gibt. Aber das brachte es nicht. Die meisten fühlten sich irgendwie angepisst und blieben dann erst recht auf der rechten Spur. Manche verringerten sogar noch das Tempo. So Fahrlehrerhaft. Irgendwann hatte ich mir dann angewöhnt solche Geschöpfe einfach rechts zu überholen. Das ging schnell, war weniger gefährlich (verhinderte Fahrlehrer auf der linken Spur wechseln niemals nach rechts) und ich schonte meine Nerven.

Was bringt es also die Lichthupe zu betätigen? Befreit es irgendwie von Seelenpein aufgrund von Termindruck? Ist es so eine Art Reflex? Bekommt man das in irgend einer Fahrschule beigebracht?
Ich weiß es nicht, werde es wahrscheinlich auch nie verstehen.

Ralf

Es existieren 45 Kommentare für diesen Eintrag:

1
Philipp schrieb:

Die Situationen, von denen Du berichtest, sind wirklich schlimm. Ein Mensch scheint wie verwandelt zu sein, wenn er sich in ein Fahrzeug setzt. Ich zähle mich selbst auch dazu. Jedoch sollte man sein Gehirn nicht wegwerfen.

2
Torsten schrieb:

Mario: Wenn ein Wagen auch nur eine 50prozentige Vollbremsung(!) mit einem Abstand von einem Meter(!!) vor Dir macht, gibt es eine Kollision – zumal Du ja angeblich nicht gebremst hast.

Lass doch einfach die Märchen mit Meterangaben und Einkaufswagen weg und schreib “zu dicht” oder “viel zu nahe”.

3
Max Headroom schrieb:

Sorry, für mich haben beide einen Schaden. Der “Vollhonk” und der, der ihn so tituliert aber erst recht. Ich wäre vorsichtig mit solchen Dingen, mit denen man zugibt, strafrechtlich bedenkliche Dinge getan zu haben. Erst recht, wenn Klarname und Adresse im Impressum stehen…

4
Mario schrieb:

@Torsten: Okay, Du hastdas falsch verstanden: Mit “Das er rüber soll” war gemeint: Komm nach links, ich mach langsam :-) Gesamten Text von mir gelesen?

5
Ralf schrieb:

@rh: Stell dich in die Ecke und denk nach.

6
Franz schrieb:

Das zeigt doch wieder nur eines … wir brauchen ein komplettes generelles LKW-Überholverbot auf allen zweispurigen Autobahnen. Und direkt ein Monat Fahrverbot für alle LKW-Fahrer die sich nicht daran halten. Auf der A3 wundere ich mich nicht mehr über die 40-Tonnen Vollhonks die im Überholverbot ohne Rücksicht auf Verluste auf die linke Spur drängeln, weil ihnen passiert ja nichts.

7
.markus schrieb:

@Haentz: Ich bin weder LKW-Fahrer, noch habe ich überhaupt das Geringste damit zu tun. Ich bin auch Autofahrer. Mich nerven nur gewaltig diese Nörgelorgien über verstopfte Autobahnen und “Elefantenrennen”. Klar Arschlöcher gibts überall, ob das Auto- oder LKW-Fahrer sind und die Art der Logistik ist sicher auch abartig. Dein Problem ist das sicher nicht. Es ist aber dein Problem, wenn du dich drüber aufregst.

Aber es ist nicht nur der Joghurt, so gut wie jedes Teil in deiner Wohnung dürfte über eine LKW-Laderampe gegangen sein. Denk mal dran, was drin sein könnte wenn du dich über den nächsten LKW aufregst!

(Tschuldige, aber ihr könnt euch ja mal zur Abwechslung mal wieder übers Wetter aufregen=

8
Banger schrieb:

Das Hauptproblem auf den Autobahnen und im Straßenverkehr überhaupt liegt doch darin, dass ein signifikanter Anteil der Verkehrsteilnehmer eine einfache, aber bedeutende Grundregel des Fahrens schlichtweg vergisst oder sich in vermeintlicher Souveränität darüber hinweghebt: “vorrausschauendes Fahren”. Natürlich habe ich mich schon maßlos über LKWs aufgeregt, die gefühlte Stunden vor mir heröttelten oder solche, die sich augenscheinlich auf die schiere Masse ihres Gefährts berufen und ohne Rücksicht auf das, was hinter ihnen geschieht, zum Überholen ansetzen, so dass man selbst mit moderaten 120 km/h voll in die Eisen steigen muss, um nicht an der Leitplanke zu landen. Aber das sind Einzelfälle, die – das liegt nun mal in der menschlichen Psyche – die harmlosen Eindrücke überwiegen. Im Großen und Ganzen habe ich mit Berufskraftfahrern äußerst selten Ärgernisse, die die PKW-Fahrer bei weitem überwiegen – und das keinesfalls nur durch die zahlenmäßige Überlegenheit. Jeder beansprucht die Fahrbahn und das Vorfahrtsrecht für sich selbst, angefangen beim Hereindrängeln an der Auffahrt bis hin zum immer wieder hoffnungslosen Versuch, ein Reißverschlusssystem sinngemäß zu praktizieren. Hinterm Steuer will jeder im Rudel das Alphatierchen sein – ich gebe zu, auch ich bin nicht immer davon gefeit, muss mir also ab und zu an die eigene Nase packen, sofern meine Freundin das nicht für mich erledigt. :)

9

Heißes Eisen…

Ich weiß das ich mit dem Beitrag PKW vs. LKW ein heißes Eisen angepackt habe. Autos, Autobahnen und alles was damit zu tun hat ist in Deutschland ein hochbrisantes und sehr emotionales Thema.
Von mir aus können auch alle ihre eigene Meinung zu den T…

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der Hase schrieb:

Schöner Beitrag. So sehen die PKW Fahrer auch mal die Sicht der LKW Fahrer.

11
humppadoll schrieb:

Hab ich das richtig verstanden? Erst überholt der eine LKW, dann Du und dann wieder der andere??? Tut das Not???

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shizu schrieb:

Nett geschrieben, gefällt gefällt :)

Aber nun meinen Senf zur allgemeinen Diskussion, da das bereits erwähnte Wetter heute schon diskutiert wurde:
Ich für meinen Teil behaupte von mir, sehr viel Autobahn zu fahren. Das ganze auch über längere Distanzen und mit verschiedenen Fahrzeugen bis zu 3,5t. Hauptsächlich fahre ich allerdings das bisher noch nicht erwähnte Motorrad :) .
Ich erlebe als Fahrer der schnelleren Fraktion, wenn auch als Zuschauer, auch recht häufig solche Fälle und frage mich wirklich, wieso man bei solchen Fällen provozieren muss.
Die Gesetze sagen, das für ein Überholmanöver ein ausreichender Geschwindigkeitsüberschuß gegeben sein muss, was sicher nicht bei jedem “Elefantenrennen” der Fall ist. Des weiteren besagen sie, das die Lichthupe, oder der Bilnker links erlaubt sind, um dem vorausfahrenden, langsamen Fahrzeug zu zeigen, das man Überholen möchte. Doch ich glaube das hier die Praxis, wie so oft, von der Theorie abweicht.

Wenn man doch hinter einem LKW steckt hat man nach dem Überholvorgang eine freie Autobahn vor sich… und was gibt es schöneres ;) .
Ich persönlich empfinde weder körperliche, noch seelische Schmerzen, wenn ein LKW vor mir nach links schert. Mit LKWs, gerade mit Fernfahrern, kann man auf der Autobahn super fahren, weil sie die Straße besser kennen als so mancher Bürokrat, dessen Heim der Kölner Ring ist.

Als Schlußwort einen Satz, den meine Mutter zu sagen pflegt: Die Autobahn hat ihre eigene Sprache und wer diese nicht spricht, bleibt besser rechts.

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Christian schrieb:

Ich finde es immer wieder lustig, wie sich einige hier an der genauen Wortwahl eines satirischen Artikels hochziehen. Ob es nun ein Meter Abstand war oder die Lücke genau 1,18m breit ist tut doch gar nichts zur Sache – das hat Überspitztes nun einmal an sich. Wenn ihr mit Humor und Satire nicht umgehen könnt dann schaut doch bitte Spiegel TV oder Frontal 21 und verschont uns mit eurer Gift- und Gallesprüherei! ;-) Gute Feder, nette Formulierungen!

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[...] Sehr lesenswerter Erfahrungsbericht eines LKW-Fahrers auf deutschen Autobahnen. [Klick mich] [via] (Vergleiche dazu auch die LKW-Fahrer-Statements in einem Artikel von mir) [...]

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Jan schrieb:

Man muss sich mal ganz klar überlegen, was es einem LKW bringt, anstatt 95 Km/h 97 Km/h zu fahren. Er ist dementsprechend vielleicht 15 Minuten schneller am Ziel. Bremst man allerdings 5 PKW von 180 Km/h auf 100 Km/h runter, so hat man jede Menge Geld der Autofahrer verblasen, in Bremsen, Reifen und Benzin für das erneute beschleunigen. Nicht zu Unrecht dürfen solche Überholmanöver bei 2 Fahrspuren nur noch 10 Sekunden betragen (hat jemand einen Link dazu?).
Diese Elefantenrennen gehören verboten, da es nicht nur eine Gefährdung aller Verkehrsteilnehmer ist (auch ohne Vollhonks), sondern auch schlicht und einfach unwirtschaftlich.