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11. Februar 2008

Heckkamera während der Fahrt erlaubt ?

Ja, eindeutig. Der Monitor der Heckkamera lenkt ja nicht mehr ab als z.B. ein Innenspiegel. Einige Hersteller bieten sogar Heckkameras mit Doppelfunktion an. Während des Rangierens sieht man den Bereich unmittelbar hinter dem Fahrzeug. Während der Fahrt funktioniert die Heckkamera wie der Innenspiegel bei einem PKW. Dies wird zum Beispiel Fahrern empfohlen die nur selten oder gar das erste mal mit einem Wohnmobil unterwegs sind. Nicht jeder ist daran gewöhnt ohne Innenspiegel zu fahren und sich nur auf die beiden Außenspiegel zu verlassen. Zudem ist die Heckkamera beim Überholen ein unschlagbarer Vorteil, selbst wenn sie keine Doppelfunktion hat und nur den Bereich direkt hinter dem Fahrzeug erfasst. Ein Blick auf den Monitor und man kann sehr genau sehen ob man bereits überholt hat oder das andere Fahrzeug von der Fahrbahn schubsen würde.
Ich habe in der StvO nichts zum Thema Heckkamera gefunden. Demzufolge kann die Polizei auch kein Bußgeld oder ähnliches verhängen. kritisch kann es nur dann werden, wenn ein Unfall passiert und man angibt man hätte sich auf die Heckkamera verlassen. Denn die Heckkamera ist nun mal (rechtlich) kein Ersatz für einen Außen- oder Innenspiegel. Hier könnte es u.U. Probleme mit der Versicherung geben. Beim Rangieren ist immer noch ein Rückwärtseinweiser zwingend vorgeschrieben. Heckkamera hin oder her.
Würde ich privat einen Transporter oder Wohnmobil fahren, das erste was ich mir montieren würde, wäre definitiv eine Heckkamera. Die Dinger sind wirklich eine tolle Erfindung.

Ralf

Es existieren 5 Kommentare für diesen Eintrag:

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Melody schrieb:

OK, ich frag dich. “Videoüberwachung WLAN-Kamera Software-Lösung”?
:-)

2
Ralf schrieb:

Das ist keine Frage, sondern eine Anhäufung von Wörtern *g* Aber ich würde mal VisionGS antworten. Hatte ich mal zum testen und war recht zufrieden. Wenn auch “nur” mit einer USB-Kamera, VisionGS soll aber auch WLAN-Kameras unterstützen.

3
Melody schrieb:

Danke :-)

4
tim schrieb:

WÜrde jetzt rechtlich keinen Unterschied zwischen einem Spiegel und einer Kamera sehen – beides sind optische Instrumente die nicht 100%-ig die Wirklichkeit abbilden. Vor allem bei kleinen LKW und Wohnwagen verzerren die großen Spiegel teilweise so sehr, dass ein komplett anderes Bild und Täuschungen über die wirkliche Distantz entstehen.

5
Ralf schrieb:

Würde man an seinem Auto die Spiegel komplett (!) durch Kameras ersetzen, gäbe es keinen TÜV mehr. Kameras können schneller ausfallen als Spiegel. Gut, ein Spiegel kann kaputt gehen, erfüllt aber trotzdem im Großen und Ganzen dann meistens noch seine Funktion. Fällt eine Kamera aus, fällt sie entweder ganz aus oder gar nicht. Ich kenne das zur Genüge von unseren Sattelschleppern. Die Kabelverbindungen zum Auflieger geben recht schnell ihren Geist auf, so dass man die Kamera nicht mehr benutzen kann.

Wo ist denn der Zusammenhang zwischen der Fahrzeuggröße und der Größe des Spiegels? Das verstehe ich nicht. Entweder ein Spiegel verzerrt. Oder er verzerrt nicht. Bei amerikanischen Autos steht ja immer dieser tolle Satz im Rückspiegel (Things in the rearview mirror are closer as it seems [oder so ähnlich]). Kleine Spiegel können also auch ganz gut verzerren.