Redunzl wrote
30. Oktober 2008Ich wüsste nicht, die Erlaubnis erteilt zu haben, meinen Echtnamen hier zu
veröffentlichen. Flink, flink, flink den entfernt, sonst gibt es richtig
Ärger.
Und Redunzl schreibt sich ohne E.
Sehr geehrter Herr anonymer Kontaktsucher,
so ein Kontaktformular ist doch etwas schönes. Kann man die Felder doch mit beliebigen Informationen füttern ohne nachzuweisen das man derjenige ist für den man sich ausgibt. Vielleicht hätte ja die Angabe einer Email-Adresse mehr Vertrauen bei mir geweckt. Klar kann man auch diese einfach so aus dem weiten Internet fischen, jedoch bietet sie so Möglichkeit mit den Inhaber Kontakt aufzunehmen und ggf. das Begehren zu verifizieren.
Gehe ich mal davon aus das derjenige der heute mein Kontaktformular benutzt hat auch derjenige ist für den er sich ausgibt, stellen sich mir folgende Fragen:
1. Seit wann kann jemand Anspruch auf einen Namen erheben?
Nun gut, es gibt ein paar die haben sich ihren Namen als Marke registrieren lassen. Mit einen Allerweltsnamen -und um nichts anderes handelt es sich im vorliegenden Fall- dürfte dies aber etwas schwer werden. Alleine Google findet zu “Andreas Müller” bzw. die alternative Schreibform “Andreas Mueller” 538.000 Ergebnisse. Da fällt es mir sehr schwer irgendwelche Besitzansprüche ernst zu nehmen. Was sollen die vielen anderen Andreas Müller da sagen? Müssen die erst um Erlaubnis fragen wenn sie “ihren” Namen verwenden wollen?
2. Ich wüsste nicht was dagegen spricht Echtnamen (Gibt es so etwas überhaupt? Heißt das im Amtsdeutsch nicht bürgerlicher Name?) zu verwenden. Schließlich steht der z.B. auch bei der Denic und wird bei einer Whois-Abfrage ausgegeben.
Möchte man im Internet nicht mit seinem bürgerlichen Namen auftauchen, empfiehlt es sich einen Bogen um DE-Domains zu machen. Bei der Wahl von ausländischen Domains kann man komplett anonym bleiben oder sich sogar ein atemberaubendes Pseudonym ausdenken.
Aber selbst wenn es so wäre das Redunzl das Pseudonym und Andreas Müller der bürgerliche Name wären, schon Atze Schröder scheiterte mit dem Versuch der Wikipedia zu verbieten seinen bürgerlichen Namen zu veröffentlichen. Wobei hier die Begründung des Gerichtes sehr interessant ist. Atze Schröder hätte mit seinen Auftreten auf der Bühne ein öffentliches Interesse geweckt womit die Nennung seines bürgerlichen namens gerechtfertigt wäre. Im Übertragenen Sinne könnte man argumentieren das ein gewisser Redunzl ein recht erfolgreiches Plugin für WordPress geschrieben hat und somit ein öffentliches Interesse daran besteht wer dieses Plugin geschrieben hat. Denn mit solch einem Plugin sind u.U. auch Haftungsfragen verbunden. Aus meiner Sicht besteht also schon ein gewisses öffentliches Interesse wer hinter dem Pseudonym “Redunzl” steckt.
3. Steht oder stand es irgendwo geschrieben das der bürgerliche Name nicht veröffentlicht werden darf? Und wenn ja, mit welcher Begründung?
4. Was mit Leuten passiert die etwas zackzack (von mir aus auch flink, flink, flink) gemacht haben wollen, kann man z.B. hier nachlesen. Die normalerweise akzeptierte Formulierung für “flink, flink, flink” ist “zeitnah“, “umgehend“, “sofort” oder “so schnell wie möglich“. Um möglichst erfolgreich zu sein, am besten in Kombination mit dem Wort BITTE.
5. Mächtig Ärger?
In welcher Form? Abmahnung? Siehe Punkt 2. Wenig Chancen auf Erfolg. Vorbei kommen und eins auf die Fresse haun? Nur zu, wäre ja sehr zivilisiert. Ist Redunzl vielleicht ein voll krasser Häcker der mir binnen weniger Minuten die Seite kräckt und dann einen krassen Spruch voll fett drauf schreibt? Wow!
Also mit Ärger drohen ohne auch nur einmal das Wort “BITTE” zu verwenden ist, wie ich finde, schon arg daneben. Da sind ja sogar die Behörden heutzutage freundlicher.
6. Redunzl schreibt sich also ohne E? Rdunzl? Wer soll das denn bitte schön aussprechen? Ach jetzt komm ich drauf, es geht gar nicht um den Namen “Andreas Müller” oder das Pseudonym “Redunzl”. Es geht hier um den Link der fälschlicherweise dem RedunzEl zugeordnet wurde. Ja mei, sowas kann doch mal passieren. Redunzl, RedunzEl. Da kann man doch mal durcheinander kommen. Und komm mir jetzt nicht mit “Aber Andreas Müller ist der Redunzel und der will das nicht!!!einself“. Andreas Müller ist doch RedunzEl, der mit dem E. Um “mächtig Ärger” zu vermeiden bitte ich das in Zukunft ganz penibel auseinander zu halten. Andreas Müller ist RedunzEl (mit E!!), unfreundlicher unbekannter ist Redunzl (ohne E).
Sagt mal, lernen die Leute eigentlich nie was dazu? Ich meine, so einen Link zu entfernen ist echt kein Akt. Und wenn mich jemand höflich bittet, dann komme ich sogar recht flott aus den Puschen. Falls dann noch eine halbwegs nachvollziehbare Begründung dahinter steckt, meistens sogar raketenmäßig aus den Puschen.
Aber bei so einem dahingerotzten Mist kann ich echt nicht anders, da werde ich zum Messias und Missionar in Sachen freundliche Anschreiben. So Typen sollten vielleicht mal den Alkohol aus der Birne lassen. Aber Deutschland ist ja leider voll mit Leuten die sich jedes Wochenende fleißig die Hirnrinde mit Bier entmagnetisieren um am darauf folgenden Montag das Zittern im Kopp mit Schnaps zu bekämpfen.
Leute, wenn ihr Probleme habt, lasst die Finger vom Internet weg. Das nimmt kein gutes Ende.


Oh man…
bei so einer Geschichte wird einem die zwingende Logik hinter dem GMail-Addon hier sehr bewusst:
Mail Goggles by Jon P
[...] Mail you send over the weekend late at night may be useful but you may regret it the next morning. Solve some simple math problems and you’re good to go. Otherwise, get a good night’s sleep and try again in the morning. [...]
Vielleicht könnte man ja den Anti-Spamcheck im Kontaktformular aufpeppen und die Leute erstmal anständig Hirn nutzen lassen…
Hilft natürlich nicht viel, wenn jemandem nur sehr, sehr langweilig ist…