Noch mal zum Thema Einfahrt

09. November 2011

Leider stand ich ja, als ich letztens Fotos von der Einfahrt zum Nachbargrundstück gemacht habe, quasi auf der falschen Seite. Diesmal kam ich von der anderen Seite und konnte sogar ein paar verwackelte Bewegtbilder machen.
Jetzt sind auch die beiden Pöller zu sehen die in regelmäßigen Abständen umgefahren werden weil sie einfach zu dämlich im Weg stehen. Das die Autos so dicht an den rangierenden LKW fahren das sie ihn schon fast berühren, ist hingegen nicht unbedingt normal. Meistens haben die Fahrer das Glück auf verständnisvolle Mitmenschen zu treffen die wenigstens einen gewissen Respektabstand einhalten.


Direktlink

Falls sich also der eine oder andere mal wieder ärgert das die Einfahrt zu schmal, das Wetter zu schlecht und die Mitmenschen zu blöd sind, einfach dran denken das es immer noch schlechter sein kann.

Ralf 3

Seelig sind die, die nicht lesen können

31. Oktober 2011

Denn sie können Blödsinn verbreiten nach Lust und Laune.

Heute gibt es einen Beitrag der mal nicht von Tonnen, Kilometern und bekloppten Fahrern handelt. Denn in meinem Feedreader ploppen plötzlich ständig Beiträge auf die vor blödsinnigen Äußerungen nur so strotzen. Das geht mir ein wenig auf die Peanuts und es muss mal raus. Lesen Sie den Rest des Eintrages »

Ralf 1

Steile Einfahrt

30. Oktober 2011

Auf- und Abladen gehört zum täglichen Geschäft eines Kraftfahrers. Dabei ist nicht jede Ladestelle wirklich optimal anzufahren. Maik hatte z.B. hier die Hosen voll. Irgendwie kann ich es verstehen, auch ich hatte in den ersten Jahren in der Firma bei dem einen oder anderen Kunden Schweißperlen auf der Stirn. Da geht es nicht nur steil bergauf und bergab, es wird zusätzlich noch eng und oft genug muss man sich noch mit verständnislosen Autofahrern rum ärgern die nicht verstehen können oder wollen das man mit einem LKW etwas mehr Platz beim Rangieren benötigt.

Die Zufahrt auf den folgenden Bildern ist nicht direkt einer von unseren Kunden, es ist unsere Nachbarfirma. Diese muss ich zwar auch anfahren, jedoch über eine andere Zufahrt. Und ja, ich preise den Herrn jedes mal dafür das ich da nicht rückwärts rein muss wenn sich mal wieder ein Sattelschlepper oder Gliederzug da rückwärts rein zwängt.



Auf dem Foto sieht es eher harmlos aus, doch das täuscht. Rechts und links parken Autos, und anfahren kann man die Einfahrt nur über die Hauptstraße. Das es dann auch noch relativ steil bergab geht, ist quasi nur das Zuckerli bei der ganzen Sache.



Rückwärts von der Hauptstraße aus in die Einfahrt, dabei nicht zu lange trödeln oder zu oft neu ansetzen. Denn auch die geduldigsten Autofahrer werden irgendwann unruhig. Zum Glück kennen die meisten das Spielchen bereits und lassen genügend Abstand. Einige jedoch kenne es nicht und meinen, vielleicht weil sie dumm sind oder es nicht besser wissen, ganz nah an den LKW ran fahren zu müssen damit diesem auch möglichst wenig Spielraum bleibt.
Es gab aber auch schon LKW-Fahrer denen es zu brenzlig war dort rückwärts rein zu rangieren. Die haben einfach den Anhänger abgekoppelt und auf der Straße stehen gelassen.
Andere LKW-Fahrer aus der anderen Fahrtrichtung über die rechte Seite ihr Glück. Der kleine Baum musste schon darunter leiden und wagt sich gar nicht mehr Äste in Richtung Straße wachsen zu lassen.

Was man auf diesen Bild leider nicht sieht, sind die zwei Pöller auf der andere Straßenseite die verhindern sollen das die LKW den Gehweg auch noch als Rangierfläche benutzen. Dieses Jahr wurde einer der beiden Pöller mittlerweile 4 mal umgefahren. Denn die stehen nicht nur äußerst bescheiden im Weg, sie sind auch noch braun und im Rampenspiegel kaum zu erkennen. Selbst wenn man mit den Rädern auf der Straße bleibt, oft genug bleiben LKW mit der Stoßstange an einen von beiden hängen.



Sobald der Anhänger die Einfahrt runter rollt, beginnt es zu knirschen. Dies ist der Punkt, an dem sich spätestens jeder Sattelfahrer fragt was er verbrochen hat um mit solchen Aktionen bestraft zu werden. Je nachdem welcher Typ von Auflieger hinten dran ist, hängen dann schon mal 1-2 Achsen in der Luft. In solchen Momenten hat wohl kaum ein Fahrer ein gutes Gefühl.



Wenn du denkst du hast es geschafft, dann hast du den brenzligsten Punkt meistens noch vor dir. Viel Platz ist da nicht mehr zwischen den Knick und dem Tank. Dieser Kollege macht es bewusst oder unbewusst richtig. Er fährt diagonal über den Knick und vermeidet dadurch das der Tank dem Boden zu nahe kommt. Manch anderer hatte im letzten Augenblick noch mal vorgezogen um den Zug zu begradigen und hörte dann im Fahrerhaus ein merkwürdiges Kratzgeräusch. Vor allem LKW in Lowliner-Bauart lassen schon mal die eine oder andere Schraube an der Einfahrt hängen.



Es ist geschafft. Der LKW steht zumindest schon mal in der Einfahrt, der Verkehr kann wieder fließen. Sattelfahrer haben an diesem Punkt ca. 2 Liter Schweiß ins Hemd gepumpt, den Blutdruck auf 237 erhöht und nicht selten ein paar Kerben in ihre Palettenkästen gefahren. Federbälge, Domzapfen und Sattelplatte haben aufgehört vor Schmerzen zu schreien. Jetzt muss nur noch ans Tor rangiert werden.



Vielleicht täuscht das Foto auch wieder ein wenig, aber es ist verdammt steil. Rückwärts fühlt sich immer alles noch etwas steiler an als es ohnehin ist. Nicht selten hat man das Gefühl direkt in den nächsten Abgrund zu rauschen. Es ist jedoch wie so vieles im Leben reine Übungssache und Gewohnheit. Dreimal gemacht und die Sache verliert ihren Schrecken. Was vorher fast unmöglich aussah, ist plötzlich die normalste Sache der Welt.

(diese Geschichte habe ich auch auf 23hq.com veröffentlicht)

Ralf 2

Knapp daneben

27. Oktober 2011

Irgend jemand in der Zentrale dachte es wäre eine gute Idee die neuen LKW mit Navigationsgeräte auszustatten. Genau genommen wollte man uns Fahrern nicht zwingend etwas Gutes tun, es ist vielmehr so, dass man die LKW mit Telematic ausstatten will und dies nur zusammen mit dem Radio in Topausstattung inkl. Navi geht.

Ob und wann nun die Telematic tatsächlich nachgerüstet wird, weiß kein Mensch. Aber das Navi hätte man sich ehrlich gesagt sparen können. Meinen Erfahrungen nach ist das Kartenmaterial gut 5-6 Jahre alt obwohl die DVD mit der Jahreszahl “2010″ vermuten lässt das Kartenmaterial wäre neueren Datums.
Die Technik die in dem Navi steckt, dürfte noch einmal 5 Jahre älter sein. Ein Touchscreen sucht man bei dem Gerät vergeblich. Also erfolgt die Eingabe von Ort und Adresse mittels eines Drehknopfes und einer OK-Taste. So weit, so vertretbar. Was mich jedoch wundert, ist der Umstand das dass Navi ohne eingelegte DVD nicht funktioniert. Sprich, das Navi hat nur einen minimalen internen Speicher auf dem man ein paar Adressen ablegen kann. In Zeiten in denen selbst große Speichermengen von mehreren Gigabyte für wenige Euro zu haben sind, ist dies schon etwas unverständlich.
Was bei der Benutzung jedoch noch viel mehr stört, ist die Geschwindigkeit mit der das Navi arbeitet. Wobei das Wort Geschwindigkeit hier ein wenig fehl am Platze ist. Zwischen Eingabe und Reaktion vergehen gerne mal ein paar Sekunden so das ich häufiger etwas ratlos auf den Bildschirm schaue und nicht weiß ob die Eingabe nun angenommen wurde oder ob das Navi sich mal wieder eine Pause gönnt. Gleiches gilt für die Berechnung von Routen. Dabei ist s egal ob man die Route berechnen lässt oder ob das Navi versucht eine Ausweichroute zu berechnen. Bei kurzen Fahrten kann es schon mal vorkommen das man bereits am Ziel ist während das Navi noch die Route berechnet. Taucht ein Stau auf, stellt man sich besser rein. Denn auch hier gilt: Entweder ist der Stau bereits vorbei bevor das Navi eine Ausweichroute gefunden hat oder die Zeit die man für die Ausweichroute benötigt ist dreimal länger als die, die man im Stau verbringen würde.

Ein schönes Beispiel für die Kreativität mit der das Navi arbeitet, durfte ich auf der Rückfahrt von Wickede/Ruhr erleben. Eigentlich eine einfache und lösbare Aufgabe. An der Ampel rechts abbiegen, auf die A445 auffahren und dann sofort im Kreuz Werl auf die A44 wechseln.
Das Navi hatte eine andere Idee. Ich sollte die A445 meiden und irgendwo in Werl auf die A44 auffahren. Das war mir zu blöd, also bog ich einfach mal rechts ab. Doch anstatt nun vorzuschlagen korrekt auf die A445 aufzufahren, schlug das Navi erst einmal vor in die entgegen gesetzte Richtung aufzufahren und sich ein wenig das Sauerland anzuschauen. Erst als ich bereits auf der Auffahrt war, Kam das Navi auf die gleiche Idee wie ich sie hatte.
Dies ist nun leider kein Einzelfall oder eine Ausnahme. Solche Routen sind bei diesem Navi eher die Regel. Hausnummern kennt es so gut wie gar nicht. Da liegen zwischen Hausnummer 4 und 6 schon mal gerne 2km. Müßig zu erwähnen das man mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vor Hausnummer 6 landet, sondern ganz woanders. Auch Durchfahrtsverbote ignoriert das Navi hartnäckig. In Lünen hätte mich das Navi in eine Straße geschickt, die für LKW aus guten Grund gesperrt ist. Zum Glück kannte ich den Kunden und wusste wo ich lang fahren musste. Das Navi jedoch versuchte mich bis 100 Meter vor dem Kunden, obwohl ich bereits auf der richtigen Straße war, noch zum umkehren zu bewegen. Und so geht es munter weiter. Fährt man nach Anweisungen dieses Navis, lernt man jede Menge der kleinsten Dörfer zwischen Rhein und Weser kennen. Nur Hauptstraßen, die wird man eher selten zu Gesicht bekommen.

Das MAN für dieses Navi einen Aufpreis von mehreren tausend Euro verlangt (angeblich sind es 2.500 Euro), ist dabei der Gipfel der Frechheit. Es ist angeblich ein speziell für LKW abgestimmtes Navi. Die Frage ist nun nur, wo es programmiert wurde. Denn 5 Achsen, 40 Tonnen und 18,75m Gesamtlänge akzeptiert es als Konfiguration einfach nicht. Also fahre ich mit einer Konfiguration von 3 Achsen, 7,50m Länge und 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht!!
Bei einem Fahrzeugpreis von rund 90.000 Euro (ohne Extras) habe ich deutlich mehr erwartet. Denn selbst in jedem billigen Franzosen gibt es bessere Navis für null Euro dazu.

Ralf 3

Völlig normal

25. Oktober 2011

Parkplatz mit leichter BehinderungIn manchen Ländern scheint es völlig normal zu sein seinen LKW mitten auf der Straße abzustellen und dann abzuhauen. Zum Glück kam der Fahrer wieder nachdem er den Kaffeeautomaten gefunden hatte. Arschloch.

Ralf 2