Ein bisschen merkwürdig ist die Geschichte schon die ich vorhin bei Marco gelesen habe. Martin ist nämlich sein Wohnmobil abhanden gekommen. Da die Polizei es angeblich nicht abgeschleppt hat, geht Martin derzeit davon aus das es geklaut wurde.
Ich kann mir nur schwer vorstellen warum jemand ein solches WoMo klauen sollte. Wäre es ein neuwertiges, top ausgestattetes WoMo gewesen, könnte ich mir vorstellen das man es ein paar hundert Kilometer weiter südlich recht gewinnbringend verkaufen kann.
Hierbei handelt es sich jedoch um ein Liebhaberstück in dem sehr viel Herzblut drin steckt. Ich denke mal nicht das man das so einfach los wird, zumal es auch recht auffällig ausschaut. Wenn es denn geklaut wurde, dann vielleicht von jemanden der damit nun selber unterwegs ist.
Wie dem auch sei, für Martin ist es natürlich der obergrößte Mist. Deswegen wäre es nett wenn meine bescheidene Leserschaft ein wenig mit hilft und mal den einen oder anderen Link auf Martins Blog setzt. Dort gibt es auch Bilder und weitere Informationen über die Umstände unter denen das WoMo abhanden gekommen ist.
Manchmal geht es eng zu bei uns. Die Einfahrt zu diesen Kunden kann ich nur rückwärts hoch da ich oben nicht genügend Platz zum Wenden habe. Das die Einfahrt ca. 10% Gefälle hat, ist die eine Sache. Die andere Sache ist die, dass rechts nur eine Hand breit Platz zu den Parkenden Autos ist. Links kommt erst ein Tor, bei dem ich den Außenspiegel einklappen muss um ihn nicht abzufahren. Nach einigen Metern Blindflug kommt dann im Zentimeterabstand noch eine Schranke. Wenigstens kann ich nach dem Tor den Außenspiegel wieder ausklappen so dass ich nicht die Komplette Einfahrt im Blindflug hoch fahren muss.
Manchmal ist einfach nur etwas Nervenstärke gefragt.
Einfahrt 1
Einfahrt 2
Einfahrt 3
Einfahrt 4
Ok, das ist eng. Jedoch nichts gegen diese Garage eines Belgiers:
Vor einigen Tagen war ich mal wieder in den Niederlanden unterwegs. Die Niederländer sind ja was das Thema Verkehr angeht vollkommen schmerzbefreit. Wenige Kilometer hinter der Grenze stand ich plötzlich auf der A67 in ca. 3 KM Stau. Ein BMW hatte mal ausgetestet ob sein deutsches Blech stärker ist als niederländische Leitplanken. Die Leitplanke war die stärkere und hatte gewonnen. Im Grunde nichts dramatisches, passiert in Deutschland täglich auch mehrmals. Eine krumme Leitplanke und ein verbeulter BMW. Aber die Niederländer sind gleich mal mit 3 Ploizeifahrzeuge und zwei Abschleppwagen angerückt. Zudem hatten sie die komplette rechte Spur gesperrt. Ein viertes Polizeifahrzeug stand einen knappen Kilometer weiter in einer Parkbucht, der dachte sich wohl auch das vier Polizeiautos ein wenig übertrieben sind.
In Deutschland muss man Glück haben wenn die Polizei überhaupt mal vorbei kommt. Ich hatte auf der A1 nach einem leichten Unfall mal satte 4 Stunden auf die Polizei warten müssen. Auch sieht die Absicherung von Unfallstellen in Deutschland ein wenig anders aus. Etwas Blaulicht und ein Polizist der mutig seinen Popo in die Fahrbahn hält müssen reichen. Der Berufsverkehr in Deutschland ist heilig und darf nicht gestört werden.
Mit einem Gliederzug durch niederländische Kreisverkehre ist auch so eine Sache. Zumindest die Kreisverkehre die ich an dem Tag durchqueren musste waren zwar zweispurig, jedoch eher für Radfahrer gebaut. Nachdem ich bei jedem Ein- und Ausfahren die Drempels überfahren hatte, die die einzelnen Spuren von einander trennten, war ich wach und der Kaffee verschüttet. Offensichtlich ist solch eine Fahrweise dort jedoch völlig normal, mich hatte zumindest niemand blöd angeschaut.
Genauso normal ist dann auch die Verkehrsberuhigte Zone die man in vielen niederländischen Ortschaften antrifft. In Deutschland würde es fast als Fußgängerzone durchgehen. In den Niederlanden ist dies eine Hauptverkehrsstraße mit jeweils eigenen Spuren für Radfahrer rechts und links. Die PKW und LKW müssen sich demnach einen schmalen Streifen in der Mitte teilen. Das die Radwege in den Niederlanden in etwa genau so heilig sind wie der Berufsverkehr in Deutschland, erfuhr ich als mir der erste PKW entgegen kam und er stur in seiner Spur blieb. Das der Meterfuffzich, der übrig blieb nachdem ich den kompletten Radweg einnahm, nicht ausreichte um schadlos an mir vorbei zu kommen sah er dann im allerletzten Moment doch ein und fuhr ganze 10cm (!) weiter rechts rüber.
Diese deutliche Schmerzbefreitheit in Sachen Verkehr geht jedoch mit einer gewissen Entspannt einher. Auch wenn es in den Niederlanden häufig deutlich enger zugeht, empfinde ich das Fahren dort wesentlich entspannter.
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Nicht ganz so entspannt wie in den Niederlanden war ich dann zwei Tage später unterwegs. Als Urlaubsvertretung mit einem fremden LKW unterwegs, dachte ich nicht mehr daran das man dem Navi sagen muss das man nur ungerne Fähren benutzt. Ein wenig unausgeschlafen folgte ich blind den Anweisungen des Navis und bog in diesem Kreisverkehr links ab Richtung Rhein. Das weiße Hinweisschild auf die Fähre hatte ich nur aus den Augenwinkeln gesehen, da es dem Hinweisschildern zu Industriegebieten sehr ähnelt, fuhr ich arglos weiter, auch als die Straße ein wenig enger wurde. Erst als ich dann linker Hand die Spitzkehre und vor mir die Einbahnstraße sah, dämmerte es mir, dass ich ein kleines bis mittelgroßes Problem vor mir hatte. Die Befragung einiger anderer Fahrzeugführer und die Erkundung zu Fuß ergab das ich als nächstes wohl alle meine Fähigkeiten beim Rückwärtsfahren anwenden durfte. Und das im fließenden Verkehr für rund 500 Meter.
Hier bestätigte sich meine Auffassung das deutsche Autofahrer irgendwie völlig verspannt und ziemlich kleinlich sind. Nur weil man mal mit einem 20 Meter langen Gliederzug rückwärts entgegen der Fahrtrichtung in einen Kreisverkehr einfährt, muss man doch nicht gleich hupen. An dieser Stelle mal ein kleines Dankeschön an alle Autofahrer die die Geduld aufbrachten und die eine oder zwei Minuten gewartet oder sogar zurück gesetzt haben damit ich da wieder raus kam.
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Feldwege
Ich habe nachgemessen: 2,60m. Zum Glück musste ich nicht nach Herbede und war auch nicht mit Anhänger unterwegs.
Schon Tage vor der WM wollte ich mal etwas in die Richtung “Fettes Brot Copver: Lass die Finger von der Vu-Vu-Zu-Ela…” schreiben. Naheliegend, jedoch garantiert nicht umwerfend witzig. Gestern hörte ich dann im Radio von einen dieser zwangsverpflichteten Humoristen eben jenes Lied mit der naheliegenden, jedoch wenig witzigen Textzeile. Lass die Finger von der Vu-Vu-Zu-Ela…
Um Himmels Willen ja, diese Tröten können nerven. Weitaus mehr nervt es jedoch, dass sich mal wieder gefühlt jeder zweite dazu berufen fühlt der Welt mitzuteilen das die Tröten ihn bzw. die ganze Welt nerven, man den trötenden Personen die Tröte am liebsten rektal oder auch oral, gerne unter Zuhilfenahme von sinnloser Gewalt, einführen möchte, damit endlich wieder Ruhe herrscht.
Nahe Verwandtschaft meinerseits hat es, in meinen Augen, treffend auf den Punkt gebracht: “Opa ist auch immer mit so einer Neger-Tröte1 ins Stadion gegangen. Daran hat sich doch auch niemand gestört.”
Natürlich darf sich jeder in seiner Hütte so sehr aufregen wie er oder sie es gerne möchte, in diesem unserem, relativ freien, Land, sogar über so ziemlich alles und jeden. Jedoch befürchte ich das die Vuvuzuela zu einen dieser Untoten WM-Aufregern mutiert. Genauso wie das Public Viewing, von dem man bislang noch nicht einmal gesicherte Erkenntnisse hat ob es nun eine Leichenbeschau ist oder nicht. Oder genauso wie kleine Fähnchen am Auto, die auch dieses mal im Kreuzfeuer verirrter Humoristen stehen. Oder Autocorso, der nicht nur doof und umweltschädlich, sondern auch noch laut ist.
Ich befürchte das bei der nächsten WM in Brasilien sich zu den Tröten, Fähnchen, Autocorsos und Public Leichenbeschauungen noch Sambarhythmen als zusätzlicher Aufreger hinzu gesellen. Irgendwann, wenn die WM mal wieder in Deutschland stattf inden sollte, haben die Deutschen so viele WM-Aufreger zusammen gesammelt, dass man vor Scham im Boden versinken und gar keine WM mehr ausrichten möchte.
Ja, Vuvuzuelas nerven. Aber die WM dauert ja auch nicht ewig. Deswegen: Is gut jetzt, ja!? Ihr müsst es der Welt nicht mehr mitteilen das sie euch nerven. Es nervt nämlich so langsam.
1 Ab ca. 70 Jahren darf man wieder Neger sagen ohne ins politisch Unkorrekte abzurutschen.